Der neue Jerichower Marktplatz ist auch für den Weihnachtsmarkt bestens geeignet - diese Meinung war von vielen zu hören. Sehr gut besucht war der Markt am vergangenen Sonntag auf jeden Fall, und alle Akteure auf und vor der Bühne bekamen reichlich Applaus.

Jerichow l "Wir werden im nächsten Jahr den Weihnachtsmarkt auf jeden Fall wieder hier durchführen", sagte Jerichows Ortsbürgermeister Andreas Dertz. Einige Veränderungen wird es aber vielleicht doch noch geben: "Wir überlegen, den Weihnachtsmarkt auf den Sonnabend zu legen und erst um 14 Uhr anzufangen und dann in den Abend hinein zu feiern." Denn die Erfahrung der vergangenen Jahre lehrte, dass um 11 Uhr noch nicht so viele Gäste da sind, sondern lieber erst später kommen und länger bleiben.

Die echten Fans der "Klietznicker Dorfspatzen", die auch diesmal wieder das Programm eröffnet haben, sind allerdings immer rechtzeitig da, und so wurde auch diesmal wieder mitgesungen, geklatscht und geschunkelt.

Etwas leichter hatten es dieses Jahr all die Helfer, die bei den Vorbereitungen dabei waren: Die Bühne brauchte diesmal nicht halb über den Burggraben gebaut werden, damit der Platz reicht, sondern stand auf festem neuen Pflaster. "Wenn wir erst den alten Getränkemarkt abgerissen haben, könnten wir mit der Bühne sogar auf die Parkplatzfläche gehen und hätten dann noch mehr Platz für den Markt", denkt Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, schon in die Zukunft.

Der Jerichower Weihnachtsmarkt ist nun also ausbaufähig und könnte damit auch für die Region und darüber hinaus noch attraktiver werden. Freilich, das Ambiente sei auf dem Platz neben der Stadtkirche schöner, räumt Bothe ein, aber alles andere spricht für den neuen Platz - auch die neuen Toiletten einschließlich Behindertentoilette vor Ort und die größere Sicherheit für die Kinder, weil nicht gleich die Bundesstraße daneben ist.

Für die Kutsche des Weihnachtsmanns - erneut Jana und Dieter Strathaus mit ihrem Friesen-Gespann - gibt es hier sogar eine direkte Durchfahrtsmöglichkeit durch den Platz von der Fischerstraße her zur Markt- und Bahnhofstraße. Zum Gedicht-Aufsagen standen die Kinder auch diesmal wieder regelrecht Schlange, und wenn auch x-mal "Lieber guter Weihnachtsmann..." zu hören war, so gab es dann doch für alle einen Beutel mit Süßigkeiten. Einige Kinder sangen auch ein Lied, und teilweise sogar alle Strophen durch, ohne sich beirren zu lassen!

Bei der Durchsicht der Einsendungen zum Weihnachtsrätsel konnte Winfried Schwuchow dieses Jahr nur eines feststellen: "Die haben alle voneinander abgeschrieben!" Denn alle 110 Einsendungen waren richtig. Unter allen wurden nun etwa 50 Preise gezogen - etliche größere und viele kleinere. "Wir hatten wieder eine Menge Sponsoren für den Weihnachtsmarkt, die Geld oder Sachspenden gegeben haben", freut sich Harald Bothe. Dafür sagen er und Andreas Dertz herzlichen Dank, ebenso all jenen, die bei Aufbau, Abbau und den ganzen Tag über geholfen haben - neben den Stadtarbeitern viele Ehrenamtliche. Den Platz am Mikrofon hatte die meiste Zeit René Gronka besetzt, moderierte und kümmerte sich um die richtige Musik.

Erstmals gab es auch eine eigene "Weihnachtsmarkt-Polizei" - RBB Lutz Pelzer hatte Dienst, kümmerte sich darum, wenn es marktbedingt mal verkehrstechnische Probleme gab und hatte ansonsten ein wachsames Auge auf alles und kam mit vielen ins Gespräch.

   

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