Wer noch nicht in besinnlicher Stimmung war, ist es spätestens seit dem Weihnachtsspiel an der Diesterweg-Grundschule. Die Kinder zauberten eine mitreißende Mischung aus Sport, Musik und Schauspiel auf das Parkett ihrer Turnhalle.

Genthin l "Leise rieselt der Schnee" klingt es auf der Gitarre durch die Turnhalle der Diesterweg-Grundschule. Besinnliche Stimmung macht sich auf den dichtbesetzten Bänken breit. Aber nur kurz, dann dröhnen die Klänge von "Infinity" durch den Raum. Mit Steppbrettern und Tüchern zeigen die Schüler, was sie in Sportunterricht und Arbeitsgemeinschaften gelernt haben.

Das Weihnachtsspiel an der Diesterweg-Grundschule punktet vor allem durch Vielseitigkeit. "Theater-AG, Chor und Stepp-Gruppe haben in der Vorbereitung zusammengearbeitet", sagt Claudia Braunschweig. Die Lehrerin ist für das Theaterstück verantwortlich. Lohn für die aufwendige Aufführung: Eine Turnhalle voller begeisterter Muttis, Vatis, Brüder, Schwestern sowie Omas und Opas.

Und die bekommen einiges zu sehen. Im "Weihnachtstraum" geht der Weihnachtsmann verloren und die kleine Lisa macht sich auf die Suche. In der Rolle der Lisa sind Emma Lendner (Traum-Lisa) und Johanna Jung (wache Lisa) zu sehen. Bei beiden sitzt der Text perfekt. Kein Wunder, die Kinder proben seit dem Schulanfang im August. Charlize Abicht brilliert als böse Eiskönigin, die das Fest unbedingt verhindern will. Auch die beiden Teddys Danielle Feuerherdt und Julien Negraszus meistern ihre Hauptrollen mit Bravour.

Was wäre ein Weihnachtsspiel ohne weihnachtliche Musik? Der Chor der Grundschule singt, was das Weihnachtsliederbuch hergibt und die Drittklässler präsentieren eine moderne Variante von "Oh Tannenbaum". Für ihre Version mit dem Namen "Christmas tree" bekommen sie viel Applaus, genau so wie der Chor unter der Leitung von Arlette Heidemann.

Die Grundschüler zeigen, dass sie nicht nur singen können, sondern auch schon fit an so manchem Instrument sind, es gibt Soloeinlagen am Keyboard sowie an der Gitarre.

Die Choreografie an den Steppbrettern hat Brita Kienscherf mit den Kindern eingeübt. Mit dem "Weihnachtstraum" erfreuten die Kinder nicht nur ihre Eltern, Geschwister und Großeltern, sondern bereits am Vormittag die Senioren im Johanniterhaus "Genthin-Wald".

Diese Kooperation gibt es bereits seit einigen Jahren. Die Mitarbeiter der Johanniter kümmern sich um die Hin- und Rückfahrt der Kinder und die erfreuen die Bewohner mit ihrem Stück. "Ein Gewinn für beide Seiten", sagt Claudia Braunschweig. Und weist auf die tollen Kostüme hin, in denen die Kinder während den Aufführungen stecken. Die sind zum Teil bei einem Bastelabend von den Eltern angefertigt worden. Genauso wie die Kulissen, von denen man einige braucht, um einen "Weihnachtstraum" möglichst authentisch werden zu lassen. Lebendige Bäume, Pilzköpfe und vieles mehr wurden gebastelt. Der Aufwand hat sich gelohnt. Als die Kinder sich in ihrer Schlussaufstellung verbeugen, gibt es donnernden Applaus. Und danach ein Stück Kuchen für die Zuschauer und die kleinen Künstler.

 

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