Genthin l Mit dem Eisenbahnunglück vom 22. Dezember 1939 beschäftigt sich auch eine Veröffentlichung des Fördervereins "Genthiner Stadtgeschichte". Auf 50 Seiten sind in Band fünf einer neuen Schriftenreihe historische Fakten, Bewertungen, aber auch Zeugenaussagen zusammengefasst worden.

Besonders geht das Heft auf die zeitlichen Abläufe vor dem Unglück und die Umstände, die letztlich zu dem Zusammenprall der beiden Züge am Morgen des 22. Dezembers geführt haben, ein. Auch die Verwerfungen in der Stadt nach der Katastrophe sind Thema der Veröffentlichung.

Angereichert wird die Abhandlung durch die Abschriften historischer Akteneintragungen und Aussagen von Überlebenden. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Erinnerungen eines Mitreisenden des D-Zuges und der Brüder Günther und Albert Dertz aus Klietznick, die die Hilfsmaßnahmen nach dem Unglück als junge Männer miterlebt haben.

Auch werden einige Details genauer betrachtet, wie etwa die Witterungsverhältnisse oder die Zahl der Opfer. Beide Angaben waren unter Forschern bereits häufiger Anlass für Diskussionen. Das Heft verweist auch auf andere Quellen und Veröffentlichungen und ist dadurch nicht nur als Einstiegswerk, sondern auch als ergänzende Lektüre für all diejenigen interessant, die sich mit einem einschneidenden Ereignis der Genthiner Stadtgeschichte, wie auch der Eisenbahnhistorie, befassen möchten. Erhältlich ist das Heft (Band 5) für fünf Euro beim Förderverein Stadtgeschichte zu den Sprechzeiten dienstags in der Lindenstraße 5 (Raum 16) in der Zeit von 10 bis 16 Uhr erhältlich.