Der vorhergesagte Sturm bringt den Veranstaltungskalender durcheinender. In und um Genthin werden heute keine Weihnachtsbäume verbrannt. Nicht ganz sicher über die Vorgehensweise waren sich die Verantwortlichen in Parey und Jerichow.

Von Kristin Schulze,

Sigrun Tausche

und Bettina Schütze

Genthin/Jerichow/Parey l In Genthin und den Ortschaften werden heute keine Weihnachtsbäume verbrannt. Veranstaltungen dieser Art waren in Genthin, Altenplathow, Parchen, Tucheim und Mützel geplant.

Wegen der Sturmwarnung hat die Stadt die Genehmigungen zurückgezogen. Bürgermeister Thomas Barz: "Es tut uns wahnsinnig leid, aber das angesagte Unwetter zwingt uns zu diesem Schritt." Es handele es sich um trockenes Holz. "Das geht hoch wie nichts." In der Pressemitteilung der Stadt ist von einer "Akutwarnung vor schwerem Sturm mit Spitzen bis über 100 Stundenkilometern" die Rede. Die Unterhaltung von offenen Feuern sei deshalb mit erheblichen Gefahren verbunden, die nicht hingenommen werden können.

Rainer von Ende, Veranstalter des größten Weihnachtsbaumverbrennes an der Zillestube, zeigt Verständnis: "Wir mussten im vergangenen Jahr auch wegen des Windes abbrechen. Sicherheit geht vor." An der Zillestube will man sich den Spaß trotzdem nicht verderben lassen. "Wir gehen dann eben rein", sagt von Ende. Jeder könne seinen Baum wie geplant dort abgeben. Auch den versprochenen Glühwein gibt es. "Die Veranstaltung findet statt, aber ohne Feuer." Den neuen Termin für das Verbrennen will er noch bekannt geben. In Mützel steht ein neuer Termin bereits fest: Am 17. Januar werden ab 16 Uhr die Weihnachtsbäume verbrannt. Eingesammelt werden sie wie geplant von den Mitgliedern der Feuerwehr heute ab 10 Uhr, sagt Ortsbürgermeister Rüdiger Feuerherdt. Bei der Parchener Ortsfeuerwehr will man sich heute über das weitere Vorgehen beraten. Leiter Gerd Kepler: "Höchstwahrscheinlich sammeln wir heute keine Bäume ein, weil sie uns an der Klapperhalle sonst um die Ohren fliegen." Die Tucheimer Feuerwehrleute sammeln die Bäume im Dorf wie angekündigt heute ab 12 Uhr ein. Neuer Termin für das Verbrennen ist Sonnabend, 17. Januar, ab 18 Uhr auf dem Sportplatz. Die Einheitsgemeinde Jerichow hat ihre Genehmigung für das Verbrennen von Bäumen zunächst nicht widerrufen.

Für eine Stellungnahme war in der Verwaltung am Freitagvormittag niemand zu erreichen. Jerichows Wehrleiter Ralf Braunschweig sagt: "Wir treffen uns wie geplant und grillen. Ob wir das Feuer anzünden, entscheiden wir situativ. Wenn ich mir das Wetter so anschaue, bleibt es wohl eher aus." So machen es auch die Schlagenthiner, die sich heute um 16 Uhr treffen. Die Brettiner Feuerwehrleute entschieden, auf die Veranstaltung zu verzichten. "Zu riskant", sagt Wehrleiter Dirk Ludwig. "Wir sammeln die Bäume, wie angekündigt, ein. Das Verbrennen verschieben wir, ein neuer Termin wird bekanntgegeben."

In der Verwaltungsgemeinschaft Elbe/Parey herrschte Verwirrung. Aus dem Ordnungsamt hieß es am Vormittag, die Entscheidung läge bei den Kameraden. Am Nachmittag rief Hauptamtsleiter Volker Zunder aber bei den Kameraden an und teilte mit, dass es keine Feuer wegen des Sturms geben dürfe. Für eine offizielle Stellungnahme war er nicht zu erreichen. Caroline Gäde von der Güsener Ortsfeuerwehr sagte: " Das Feuer fällt heute definitiv aus, wir sind aber trotzdem im Gerätehaus, wo es auch Grillwürstchen geben wird." Verbrannt wird dann am 17. Januar um 18 Uhr ebenfalls am Gerätehaus.