Die Belegung mit Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden in Genthin ist so gut wie abgeschlossen. Insgesamt sind acht Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet worden. Jüngst auch die Freiwillige Feuerwehr in Genthin.

Genthin l Genthin ist einen kleinen Schritt in Richtung klimafreundliche Kommune gegangen. Unter anderem auf den Dächern der Grundschule Diesterweg, der Schwimm- und Sporthalle, den Kitas Rasselbande und Zwergenland sowie der Sporthalle in Tucheim sind in den vergangenen Monaten Photovoltaikanlagen aufgebaut worden.

Seit Dezember befindet sich eine weitere Anlage auf dem Dach der Feuerwehr Genthin. "Wir zeigen als Feuerwehr der Stadt, dass wir keine Angst vor Solaranlagen haben", meinte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig mit Augenzwinkern. Umgesetzt hat den Aufbau der Genthiner Investor Gordon Baier mit seiner Firma Gobane.de - New Energy Solutions. "Wir haben in Genthin die erste Feuerwehr im Kreis mit Solartechnik bestückt", erläutert Baier. In Paplitz steht der Ausbau auf dem Dorfgemeinschaftshaus kurz bevor.

Baier hatte die Stadt seinerzeit mit seinem Konzept überzeugen können und war mit der Ausführung betraut worden. Für 20 Jahre hat die Stadt die Dachflächen an den Investor vermietet. "Die Stadt Genthin hat damit einen wegweisenden Grundstein zur Energieversorgung durch erneuerbare Energien gelegt, um langfristig den Haushalt durch sonst stetig steigende Energiekosten zu entlasten", sagt Bürgermeister Thomas Barz.

Die Vermietung der ausgewiesenen Flächen sei eine Möglichkeit, von erneuerbaren Energien zu profitieren, ohne dafür selbst Geld investieren zu müssen. Rund 5000 Euro sollen aus den Mieteinnahmen erlöst werden. "Wir konnten acht der ursprünglich vorgesehenen Gebäude bestücken", macht Barz deutlich. Zunächst waren 17 Gebäude ausgeschrieben. "Wir mussten bereits vorher einige Flächen herausnehmen, weil sie nicht geeignet waren."

So hätte beispielsweise das Dach der Stadt- und Kreisbibliothek durch die vier Bäume vor dem Gebäude nicht mit einbezogen werden können. Genau so verzichtete die Stadt auf die Einbeziehung all der Gebäude, die in absehbarer Zeit nicht mehr genutzt werden.

Andere Flächen seien nach einer Begutachtung herausgenommen worden. Auch das Rathaus wird als historisch-geschichtliches Gebäude keine Solaranlage bekommen. In Schopsdorf wird das Dach der Feuerwehr für die Photovoltaiknutzung ausgeschrieben.

"Wir werden mit diesen Maßnahmen nicht klimaneutral", sagt der Bürgermeister. "Wir gehen jetzt den nächsten Schritt in diese Richtung und suchen nach weiteren Optionen zum Energiesparen." Dafür wird die Stadt ein Gutachten in Auftrag geben, in dem Möglichkeiten für weitere Maßnahmen aufgezeigt werden. Dort sollen Möglichkeiten bei großen Objekten wie der Sport- und Schwimmhalle, aber auch den Dorfgemeinschaftshäusern ermittelt werden.

"Die Solartechnik ist für uns ein Impuls für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Wir müssen diesen Weg jetzt konsequent weiter verfolgen."