Burg (el) l Beamte schnappen am Mittwoch einen alkoholisierten Osteuropäer im gestohlenen Pick Up. Er ist dringend tatverdächtig, am vergangenen Sonnabend in ein Burger Einfamilienhaus eingebrochen zu sein. Jetzt wird der Zusammenhang mit der Einbruchsserie im Kreis geprüft. 45 derartige Straftaten gab es seit Herbst 2014.

Schmuck, Bargeld, Mobiltelefone, Computer: Das haben Diebe in den vergangenen Monaten im Jerichower Land erbeutet. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich laut Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch auf mehr als 100 000 Euro. Betroffen seien vor allem die Ortschaften nahe der Autobahn 2 sowie die Region rund um Burg. Erst vergangenen Sonnabend kam es in der Kreisstadt zu einem Einbruchsdiebstahl in einem Einfamilienhaus. Täter soll ein 38-jähriger Lette gewesen sein, den die Polizei in der Nacht zum Donnerstag geschnappt hat.

Rückblick: Am Mittwoch gegen 22.30 Uhr fällt den Polizeibeamten auf der B 246 a in Burg auf Höhe des Gewerbegebietes ein Pick Up der Marke Skoda auf. Der Fahrer ist in der Dunkelheit nur mit eingeschaltetem Standlicht unterwegs. Die Beamten halten das Fahrzeug zur Kontrolle an und stellen fest, dass die Kennzeichen nicht an den Pick Up gehören. Ursache: Das Auto wurde am selben Tag in Magdeburg gestohlen. Dazu kommt: "Der Fahrer war erheblich alkoholisiert", erklärt Oberkommissar Kriebitzsch. Die Atemalkoholüberprüfung ergab einen Wert von mehr als zwei Promille bei dem 38-Jährigen aus Lettland. Was er nicht vorweisen konnte, war ein Führerschein. Was die Beamten dafür aber im Pick Up entdeckten, waren hochwertige, elektronische Geräte - und zwar genau die, die bei dem Einbruch vor einer Woche entwendet wurden. "Entsprechendes Einbruchswerkzeug wurde ebenfalls im Pick Up gefunden", fügt Kriebitzsch an.

Dem Letten werden damit Pkw-Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Urkundenfälschung, Diebstahl von Kennzeichentafeln, Fahren unter Alkohol und ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Deswegen der Haftbefehl der Stendaler Staatsanwaltschaft, dem das Burger Amtsgericht am Donnerstag folgte. Der Tatverdächtige sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt. Während die Kriminalisten seine DNA, Fingerabdrücke und die gefundene Werkzeuge mit den Spuren der vorangegangen Straftaten abgleichen, erklärt Kriebitzsch.