Genthin l In die Neugestaltung des geschändeten Mahnmals in Genthin-Wald scheint nach einigen Turbulenzen nun Bewegung zu kommen. Genthins Bürgermeister Thomas Barz sagte auf Volksstimme-Anfrage, dass nunmehr der Zuschlag für das Auftragen des Spezial-Kratzputzes erteilt wurde. Er rechne damit, dass bei günstigen Witterungsbedingungen die Arbeiten endlich in Angriff genommen werden können.

Rückblende: Die Verwaltung hatte bereits im vergangenen Jahr das Vorhaben freihändig, in einem so genannten geschlossenen Verfahren vergeben. Als Ausführungstermin stand bereits relativ konkret für Oktober fest. Sechs Firmen wurden durch die Verwaltung angeschrieben, wovon zwei ein Angebot abgaben.

Der günstigste Anbieter meldete jedoch nach der Submission Bedenken an, die ausgeschriebene Leistung nicht mehr im laufenden Jahr, sondern erst im Frühjahr nach Beendigung der Frostperiode ausführen zu können. Dies würde, argumentierte die Verwaltung daraufhin, zu einer unzulässigen Wettbewerbsverzerrung führen und machte einen Rückzieher. Das zweite Angebot wertete sie seinerzeit wegen eines "unangemessenen Gesamtpreises" nicht.

Seit dem Diebstahl der Statue Anfang des Jahres 2013 stellt sich für die Stadt Genthin die Frage der Neugestaltung des geschändeten Denkmals. Mühsam hatte sich der Stadtrat in Abstimmung mit der Künstlerin, einer Magdeburger Grafikerin-Designerin,und der Unteren Denkmalschutzbehörde auf den Kratzputz als Gestaltungsvariante geeinigt.