Ganze Familien, vom Kleinkind bis zu Oma und Opa, ganz besonders viele Viertklässler und auch etliche ehemalige Schüler "stürmten" am Sonnabend die Sekundarschule "An der Elbe" in Parey. Es gab auch dieses Jahr wieder manches Neue zum Schauen, Staunen und Ausprobieren.

Parey l Erstmal ins Gästebuch eintragen, und dann bekamen die Besucher auch gleich einen "Laufzettel" in die Hand gedrückt, der sie ermuntern sollte, wirklich in alle Räume zu schauen und auch mal genauer nachzufragen. "Gäste-Quiz zur Erkundung unserer Schule" lautete der Titel. Und wer nach seinem Rundgang alle Fragen richtig beantwortet hatte, konnte einen von vielen attraktiven Preisen gewinnen.

Dabei ging es nicht nur um "normalen" Unterricht, sondern um Projekte, Zusatzangebote, Schülerfirmen. So mancher Besucher war beeindruckt, wie vielseitig sich Schüler neben dem Unterricht engagieren und wie viel Spaß sie dabei haben - ob beim Töpfern oder in der Fahrradwerkstatt, bei der täglichen kreativen Getränkeversorgung (Schülerfirma "Durstkiller") oder in der Schülerband.

Und nicht wenig gestaunt wurde auch über die moderne Technik, die heute den Unterricht spannender macht - mehrere interaktive Schultafeln zum Beispiel.

Schulleiterin Anita Krüger war zufrieden mit dem Tag der offenen Tür. "Wir haben überlegt, ob wir noch etwas verändern sollten, haben im Schulelternrat dann aber entschieden, es nicht zu tun, weil es sich so bisher bewährt hat."

Zu spüren sei aber auch an solchen Tagen, dass die Schule lehrermäßig nicht mehr so gut ausgestattet ist. Zum Beispiel fehle ein eigener Geografie-Lehrer. Der Unterricht werde derzeit über die Abordnung von einer anderen Schule gesichert. An diesem Sonnabend blieb nun der Geografie-Raum zu. Auch an anderen Stellen fehle es - gern hätten manche Fachlehrer noch mehr gezeigt, konnten aber halt nur an einer Stelle sein.

Unterstützt wurden sie natürlich von zahlreichen Schülern, die beim Vorführen von Experimenten halfen, ihre Arbeitsgemeinschaften und Schülerfirmen vorstellten, informierten, Snacks anboten ...

Was an positiven Dingen neu ist seit der "offenen Tür" im Vorjahr, erzählte Anita Krüger natürlich auch: "Wir haben im vergangenen Jahr noch mal zwei interaktive Schultafeln bekommen - eine im Zuge der Renovierung des Mathe-Raums oben und eine weitere für den Mathe-Raum darunter. Der Mathe-Raum oben war der letzte, der noch renoviert werden musste und gehört nun zu den schönsten.

Der Musikraum gegenüber hatte im vorigen Jahr eine Schallschutztür bekommen - damit der andere Unterricht nicht gestört wird, wenn hier mal Instrumente zum Einsatz kommen oder gar die Schülerband probt.

"Nun hoffen wir, dass in diesem Jahr noch Gelder fließen, damit wir weitermachen können", sagte Anita Krüger. Die Aula, der Lehrerzimmer-Verbinder - der ganze Bereich sei noch nicht gedämmt. Weiterhin werde der Anbau eines Fahrstuhls gefordert, wenn heute eine Schule Bestand haben wolle. Damit einhergehen müsse der behindertengerechte Ausbau der Sanitäranlagen. Eine Toilette sei bereits auf dem neuesten Stand, die anderen seien zwar nach der Wende auch schon erneuert worden, aber sie seien ohnehin jetzt wieder dran.

Das Konzept für die weitere Gestaltung der Schule sei bereits entwickelt, aber natürlich nicht in einem Jahr umzusetzen, weiß Anita Krüger. "Die Kantine soll unter die Aula, so dass die Schüler vom Mittagessen aus gleich rausgehen können - und der Möglichkeit, bei schönem Wetter auch draußen zu essen." Wo im Keller jetzt der Speiseraum ist, sollen einmal Bibliothek, Atelier, Leseraum, Traditionskabinett und so weiter hinein. Langfristig wird der Anbau dann verschwinden.

Es wird also auch in den nächsten Jahren immer etwas Neues zu sehen geben beim Tag der offenen Tür in der Sekundarschule "An der Elbe".

   

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