Die letzte Schulprüfung bestanden, das Abschlusszeugnis fast in der Tasche - doch was kommt danach? Jede Menge Alternativen werden morgen auf der Ausbildungs- und Qualifizierungsbörse in der Burger Stadthalle vorgestellt: Vom Mechaniker bis zum Kaufmann.

Burg l Was sind die "Chancenberufe" der Region? Eine Frage, die sich junge Menschen bei der Wahl der Ausbildung viel öfter stellen sollten, findet Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Magdeburg. "Jugendliche schränken sich bei der Berufswahl oft unnötig ein."

Vielfach würden die Schüler sich in Sachen Ausbildung an den Medien oder sogar an "überholten Rollenmustern" orientieren. Um ihnen zu zeigen, welche Fachrichtung im Jerichower Land gebraucht wird, organisiert die Agentur gemeinsam mit dem Jobcenter Jerichower Land die Ausbildungs- und Qualifizierungsbörse am Mittwoch. Zwischen 10 und 12 Uhr stehen morgen Mitarbeiter von Kita und Seniorenheim über Bundeswehr und Krankhaus bis zum Metallbetrieb für Fragen und Informationen in der Burger Stadthalle am Platz des Friedens bereit. "Das Berufsleben bietet viele attraktive Ausbildungsberufe, die mitunter sehr gute Zukunftsperspektiven hier haben", erklärt Matthias Kaschte. Für die regionalen Unternehmen sei es jedoch oft schwer geeignete Jugendliche für ihre Ausbildungsangebote zu finden.

Die Börse sei ein guter Anlaufpunkt für erste Kontakte, ergänzt Marco Gravert, Geschäftsführer des Jobcenters Jerichower Land. Unter dem Motto "AusBILDUNG wird was!" beteiligen sich 25 Unternehmen aus dem Jerichower Land und bieten ihre freien Ausbildungsstellen an.

Und nicht nur das: Ein besonderes Angebot ist die Outfit- und Stilberatung vor Ort. Brigitte Klaus gibt Tipps zum angemessenen Schminken sowie der richtigen Wahl des Outfits - und macht die Besucher so fit für ein Vorstellungsgespräch. Außerdem stellen über zehn Bildungsträger und Schulen aus der Region ihre Aus- und Weiterbildungsangebote vor. Mit von der Partie werden auch die Vermittlungs- und Beratungsfachkräfte des Jobcenters und der Arbeitsagentur seine, um Auskunft über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten zu geben.

Der Besuch der Börse kostet weder Eintritt noch ist eine Anmeldung erforderlich. "Herzlich eingeladen sind alle Jugendlichen, gern mit ihren Eltern oder Großeltern, und auch alle jungen Erwachsenen, die einen Ausbildungsplatz suchen oder sich qualifizieren möchten", sagt Agentur-Sprecherin Jana Echternach.

Ob und welche Schüler teilnehmen dürfen, entscheidet jede Schule individuell. In der Burger Diesterweg-Schule gehen zum Beispiel die zehnten Klassen gemeinsam zur Stadthalle, andere planen einen "Projekttag". Wichtig: Generelle Freistellungen für den Besuch der Börse gibt es nicht, interessierte Schüler müssen das individuell in ihrer jeweiligen Schule abklären.