Was sollte 2015 oder doch zumindest in den nächsten Jahren in Parey unbedingt gemacht werden? Dies war eines der Hauptthemen in der Ortschaftsratssitzung am Montag. Etliche Einwohner waren gekommen und konnten ihre Gedanken dazu ebenfalls vortragen.

Parey l Ortsbürgermeisterin Nicole Golz nannte zunächst den Hintergrund: Alle Ortschaften sollen ihre "Wunschliste" ans Amt geben, damit Maßnahmen, soweit möglich, in den Haushaltsplan eingearbeitet werden können. Eine Liste hielt Nicole Golz bereits in den Händen: Sie ist das Ergebnis der Teil-Ortsbegehung im vergangenen Jahr. Freilich stehen darauf nicht nur Maßnahmen, die als Investitionen in den Haushalt müssen, sondern auch diverse Reparaturen, die aus einem ganz anderen Haushaltstopf bezahlt werden müssen. Sie war sich aber mit den Ortschaftsräten einig: Auf der "Wunschliste" soll alles bleiben, was zu tun ist. "Sortiert" werden kann später.

Wilfried Vaupel eröffnete die "Wunschrunde" und erinnerte daran, dass der alte Rat, dem auch er angehörte, bereits den "Neuen Weg" favorisiert hatte. "Das Wichtigste hier wäre ein durchgehender Gehweg." Eventuell sollte auch die unebene Fahrbahn in Ordnung gebracht werden, denn langfristig sei diese Straße als Durchfahrt für Landwirtschaftsfahrzeuge geplant.

Friedrich Schwarz unterstützte die Notwendigkeit des Gehwegs, vor allem wegen des altengerechten Wohnens dort, und wies zudem darauf hin, dass der erste Teil von der Güsener Straße her total dunkel ist. Wenn hier mal die Energiemasten weggenommen werden, sollte die Aufteilung der neuen Lampen unbedingt überdacht werden, damit die Gehwege gut ausgeleuchtet sind, regte er an. Als Gemeindekirchenratsvorsitzender sprach er weiterhin das Riesenproblem mit der Bushaltestelle an der Kirche an, doch dazu in einem späteren Bericht mehr.

Einige weitere Maßnahmen, die sie auf ihrer Liste hatte, sprach Nicole Golz noch an. "Auf dem neuen Marktplatz Mülleimer aufzustellen, halte ich für absolut notwendig", sagte sie. Das war bisher mit der Begründung aus dem Gemeindeamt "Jeder soll seinen Müll mit nach Hause nehmen" nicht geschehen. Auch in dieser Runde gab es durchaus Gegenstimmen: "Die könnten einen Kubikmeter groß sein - der Müll würde doch daneben liegen", verwies Sven Schröder darauf, wie es an anderen öffentlichen Plätzen, besonders an Bushaltestellen, aussieht. Die Mehrheit der Räte (sieben von neun) sprach sich aber doch dafür aus und finden, dass auf dem Marktplatz Mülleimer notwendig sind und ganz sicher auch genutzt würden.

Nächster Punkt auf der Liste von Nicole Golz ist der Gehweg in der Lindenstraße, wo das Pflaster teilweise schon von den Wurzeln so ausgehebelt wird, dass sich gefährliche Stolperstellen gebildet haben. Auch die Gehwege in der Thälmannstraße hat sie notiert. Hier habe sie auch von einem Anlieger den Hinweis bekommen, dass seine Nachbarin, eine ältere Dame, bei Regen nicht mehr aus dem Haus kommt, weil sich in einer Senke im Gehweg riesige Pfützen bilden. Das sei schon mehrfach beim Gemeindeamt angezeigt worden - bisher ohne, dass sich etwas getan habe.

Erneut mit aufzunehmen empfiehlt Nicole Golz die Reparatur der Schleusenstraße, was im vorigen Jahr schon von Bürgern gefordert worden war. Sie stellte hier die Frage, ob die Sanierung dieser Straße nicht auch als Maßnahme im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz beantragt werden könnte. Etliche Wege wurden so schon ohne Kosten für die Gemeinden ausgebaut, und die Schleusenstraße ist ohne Zweifel auch eine ganz wichtige Zufahrt zum Deich.

Weitere Beschwerden hatte es bezüglich der Gehwege im Bittkauer Weg gegeben, und auch in der Grünen Armstraße, der Deichstraße und anderen seien Mängel zu beheben.

Harald Birmuske erinnerte an die Situation auf dem Grünschnittlagerplatz: Durch das Abfahren wird immer tiefer gegraben und Pfützen und Schlamm werden somit ebenfalls immer schlimmer. "Man sollte darauf achten, dass bei den nächsten Wegebaumaßnahmen, bei denen alte Betonplatten herauskommen, diese sichergestellt werden, um sie zur Befestigung dieser Fläche zu verwenden!"

Bezüglich der Straßenreparatur im Abschnitt des Bittkauer Wegs von der Ecke Breitscheidstraße Richtung Park hatte der Ortschaftsrat schon im vergangenen Jahr dem Antrag von Landwirt Ewald Janßen zugestimmt, dies auf eigene Kosten selbst zu erledigen. Vom Gemeindeamt habe sie seither nichts mehr davon gehört, sagte sie, und auch Janßen hat noch keinen bescheid bekommen.

Sven Königsmark erinnerte an ein schon seit längerem angedachtes größeres Vorhaben: den Neubau des Pareyer Feuerwehrgerätehauses. Dazu informierte Nicole Golz, dass sie erst zwei Tage zuvor mit den zuständigen Mitarbeitern des Gemeindeamtes und der Gemeindewehrleitung darüber gesprochen habe. "Frist für die Beantragung der Fördermittel ist der 31. März. Das Problem ist, dass dazu die Risikoanalyse vorliegen muss. Die wird aber erst Anfang März fertig. Gemeinderatssitzung ist am 24. Februar. Wir müssen also kurzfristig noch eine weitere Ratssitzung einberufen, um die Risikoanalyse rechtzeitig zu beschließen!"

Sven Königsmark erinnerte auch noch, dass unbedingt Ersatzmaßnahmen für gefällte Bäume erfolgen müssen.