Die Ortsfeuerwehr des kleinsten Elbe-Pareyer Ortsteils - Zerben - gehört zu den am besten aufgestellte Feuerwehren der Gemeinde. An 15 von insgesamt 29 Einsätzen der Elbe-Pareyer Feuerwehren im Jahr 2014 haben Zerbener Kameraden teilgenommen auch deshalb, weil Gemeindewehrleiter und erster Stellvertreter aus dieser Wehr kommen.

Zerben l Steve Flügge, Ortswehrleiter und stellvertretender Gemeindewehrleiter, gab deshalb auch einen sehr ausführlichen Bericht bei der Jahreshauptversammlung und bezog teilweise die gesamte Gemeindefeuerwehr mit ein. Der Zerbener Feuerwehr gehören derzeit 52 Mitglieder an, davon 18 in der Einsatzgruppe - zwei mehr als im Vorjahr, sieben in der Kinderfeuerwehr, 14 in der Jugendfeuerwehr, fünf in der Alters- und Ehrenabteilung und acht passive Mitglieder. Positiv ist zudem der sehr gute Qualifizierungsstand: Die Zerbener Wehr hat unter anderem 15 Atemschutzgeräteträger, das entspricht einem Drittel der ganzen Gemeindefeuerwehr.

Mit durchschnittlich 52 Ausbildungsstunden pro aktivem Mitglied ist das Minimum von 40 Stunden deutlich überschritten. "2013 hatten wir etwa ein Drittel weniger Ausbildungsstunden, das war dem Hochwasser geschuldet", erinnerte Steve Flügge.

Neben der normalen Standortausbildung wurden mehrere Komplexausbildungen absolviert, unter anderem im Feuerwehrübungshaus Heyrothsberge, im Schwellenwerk Güsen und der Straßenmeisterei Parey, Absturzsicherung bei Wiegel/Parey und mit dem Boot gemeinsam mit der Genthiner Feuerwehr in der Schleuse Parey und der Elbe. Ausbildungen im Katastrophenschutz und im Fachdienst ABC (atomare, biologische, chemische Gefahren).

Insgesamt 195 Einsatzstunden kamen auch noch hinzu. Ein Scheunenbrand in Altenplathow, die Brände der Jagdhütte Güsen, der Recyclinganlage Genthin, des Umspannwerks Parey, des Heulagers in Parey sind einige Schwerpunkte hier. Dazu kamen die Beseitigung von Sturmschäden, eine Gashavarie, Beseitigung illegal entsorgter, gefährlicher Stoffe, Türöffnungen zur Unterstützung des Rettungsdiensts, Ölschäden, eine Hilfeleistung in der Biogasanlage und anderes.

Auch im Gerätehaus wurde kräftig zugepackt: Der Schulungsraum wurde renoviert und mit Möbeln von der Sparkasse Genthin neu eingerichtet, so dass er künftig auch als Stabsraum nutzbar ist.

Flügge lobte die gute Zusammenarbeit mit den Regionalbereichsbeamten der Polizei sowie mit dem jetzt für den Brandschutz zuständigen Mitarbeiter im Gemeindeamt, Michael Rindert, und dankte auch den Gerätehaus-Nachbarn, Familie Ewelt, für ihre Unterstützung.

Jugendwartin Kristin Langner konnte von vielseitigen Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr berichten. Unter anderem haben im Mai vier Mitglieder die "Jugendflamme Stufe 1" absolviert. Im Herbst war das "Firecamp" in Bergzow, gemeinsam mit der dortigen Kinder- und Jugendfeuerwehr, ein gelungener Höhepunkt. Sechs Mitglieder nahmen Schwimmwettkampf in Burg teil und zum Abschluss stand ein Kinobesuch in Genthin auf dem Programm. Mit kleinen Aufgaben im Gerätehaus wurde auch die Feuerwehr unterstützt.

Gemeindewehrleiter Dietmar Kohrt ergänzte den Überblick über die Arbeit der Gemeindefeuerwehr und sagte erstmals auch als Ortsbürgermeister den Kameraden der Zerbener Wehr dankeschön. Auch in Vertretung für die Bürgermeisterin würdigte Hauptamtsleiter Volker Zunder das Engagement der Zerbener Kameraden. Vom Kreisfeuerwehrverband war Vorsitzender Mario Strübing anwesend.