Die Genthiner Stadtsenioren verstehen sich als Vertreter für die Belange der älteren Generation. In der vergangenen Woche hat eine Gruppe des Vorstandes Bereiche der Stadt besichtigt, die nach Ansicht des Gremiums seniorengerechter werden sollten.

Genthin l Mit einer Begehung verschiedener Bereiche der Stadt starteten die Stadtsenioren ihre Arbeit im neuen Jahr. "Wir sind in Zuschriften auf bestimmte Punkte hingewiesen worden, die wir mit dieser Aktion selbst in Augenschein nehmen", erläutert Heinz Köppe, der bei den Stadtsenioren für die Arbeitsgruppe Infrastruktur zuständig ist.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Berndt Franke, Karla Hahm und dem Vorsitzenden Fritz Franke war Köppe in der vergangenen Woche unterwegs. Das Quartett machte sich Notizen, diskutierte über mögliche Vorschläge und arbeitete bereits Informationen für den Vorstand und die Stadtverwaltung aus.

"Wir sind ein beratendes und kein beschließendes Gremium", macht Fritz Franke deutlich. Das bedeute, dass die Stadt bei Vorhaben, die die Senioren betreffen mit Informationen an das Gremium herantreten und die Meinung erfrage. "Diese wird dann auch bei der Entscheidung im Stadtrat vorgetragen." Die Senioren haben also durchaus die Möglichkeit bestimmte Belange mitzudiskutieren.

Ein Problem sehen die Senioren am Genthiner Friedhof. "Dort werden wir den Vorschlag unterbreiten, dass es eine Überdachung an der Bushaltestelle geben wird", sagt Heinz Köppe. Ein weiteres Problem sei, dass die Trauerhalle nur über eine Treppe zu erreichen sei. Am Genthiner Bahnhof beschäftigten sich die Senioren mit der Unterführung am Bahnhof. "Dort ist der Wunsch an uns herangetragen worden, dass es an den Eingängen der Tunnel Sitzbänke gibt."

Die Unterführung werde nicht nur von Radfahrern, sondern besonders auch von älteren Personen mit Rollatoren oder mit Gehhilfen benutzt, die sich vor oder nach dem Fußweg durch den überdachten Bereich gern einen Moment ausruhen. "Wir müssen nun klären, ob die Bereiche der Stadt oder der Deutschen Bahn gehören und werden danach einen Vorschlag ausarbeiten", sagt Fritz Franke.

Seinem Vorstandskollegen Berndt Franke ist am Bahnhof noch etwas anderes aufgefallen: "Es gibt einen recht gut hergerichteten Bahnhofsvorplatz, allerdings ist das Bahnhofsgebäude in keinem guten Zustand." Franke hofft, dass ein neuer Besitzer das Gebäude wieder in Schuss bringt. "Es ist nicht schön für Reisende, die hier ankommen." In der Innenstadt sind den Senioren einige Stolperfallen ins Auge gefallen. "Es gibt Gehwege, auf denen Steine verlegt sind, die herausgebrochen oder verschoben sind, damit werden wir uns in einer gesonderten Begehung beschäftigen", kündigt Heinz Köppe an.

Ins Visier genommen haben die Stadtsenioren hingegen die kleine Brücke zwischen Gröbler- und Rathenaustraße. "Die ist zu schmal für Rollstuhlfahrer und es gibt einen Absatz, der schwer zu überwinden ist", merkt Karla Hahm bei der Besichtigung an. Die Senioren hoffen, dass die Stadt dort eine Rampe anbringen kann.

"Viele Ältere nutzen den Überweg, um die Begegnungsstätte in der Gröblerstraße zu besuchen." Vor der Begegnungsstätte fanden die Teilnehmer des Rundgangs einen weiteren Kritikpunkt. "Der Weg ist in keinem guten Zustand, einige Bereiche sind abgenutzt und dadurch zu Stolperfallen geworden."

Auch diesen Mangel nahmen die Stadtsenioren in ihre Liste auf. "Wir werden unsere Anmerkungen an die Stadt weitergeben und sind offen für weitere Hinweise", bemerkt Fritz Franke.