Derben (sta) l "Unsere Wunschliste ist nicht so spektakulär wie in anderen Elbe-Pareyer Ortschaften", zog Derbens Ortsbürgermeister Werner Meier nach der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Bilanz. Denn auch hier war die Frage, was im Dorf dringend getan werden sollte, Thema, um die Wunsche bei der Haushaltsplanung einbringen zu können.

Den Hauptgrund für die Kürze der Liste sieht Werner Meier darin, dass seit 2009 eine Prioritätenliste für Derben und Neuderben geführt wird. "Sie enthält alle noch nicht erledigten Beschlüsse aus den Ortschaftsratssitzungen, aber auch Anfragen und Forderungen der Bürger, und sie wird regelmäßig ergänzt."

Regelmäßig werde die Liste auch mit dem Gemeindeamt besprochen, und was möglich ist, werde abgearbeitet. Freilich klappt das aus finanziellen Gründen nicht immer gleich und nicht bei allem, räumt Werner Meier ein.

Eine aktuelle Erfolgsmeldung hatte es aber auch in dieser Sitzung wieder gegeben: In allen nichtbefestigten Straßen von Derben und Neuderben seien in jüngster Zeit die Schlaglöcher aufgefüllt worden. Der Erfolg ist freilich oft nicht von langer Dauer, und in den "Kellerbergen" habe es praktisch nichts gebracht. "Dort hat schon nach wenigen Tagen der Winterdienst den Schotter wieder zur Seite geräumt..."

Deshalb plädiert der Ortschaftsrat dafür, dass in diesem Wohngebiet vor Ort eine Grundsatzaussprache erfolgen soll - mit Vertretern des Bauamts und den Anwohnern. "Hier würde nur ein grundhafter Ausbau etwas bringen, was aber bedeutet, dass die Anwohner beträchtliche Kosten selbst tragen müssten."

Unter dem Punkt "Instandsetzung unbefestigter Straßen und Wege" stehen die Kellerberge an erster Stelle auf der Prioritätenliste, gefolgt von der "Nachtweide", dem hinteren Stück der Redekiner Straße, wo das Wasser nicht abläuft, und - allerdings nicht vorrangig - dem Weg am Sportplatz.

Zwar befestigt, aber stark sanierungsbedürftig ist die Steinstraße. Nach wie vor besteht auch der Wunsch nach einem Verkehrsspiegel in der Hauptstraße, Ecke Mühlenstraße. Dazu kommen noch einige kleinere Maßnahmen.

Auch einen Punkt "Eigenleistungen" gibt es: Wie im Ergebnis der ersten Teilortsbegehung festgelegt wurde, soll im Frühjahr eine Aktion rund um die Kirche starten, um den Bereich wieder attraktiv herzurichten. "Die Kirche gehört zum Dorf", begründete Werner Meier sein Engagement an dieser Stelle und ist überzeugt, dass sich Bürger finden, die hier mit anpacken.

Geplant ist auch eine weitere Teil-Ortsbegehung. Einen Termin gibt es aber noch nicht.