Genthin (mfe) l Keine ruhige Kugel schieben die Mitglieder der Genthiner Stadtseniorenvertretung. Neuestes Projekt ist ein Bowlingnachmittag im Bowlingcenter Genthin. "Am 26. Februar um 14 Uhr wollen wir uns das erste Mal treffen", plant Fritz Franke, Vorsitzender des Gremiums.

Zwar gäbe es am gleichen Ort bereits eine Seniorenbowlinggruppe, allerdings haben die Stadtsenioren ein etwas anderes Publikum im Blick. "Wir wollen Menschen ab 50 aufwärts ansprechen, die nicht so viel Kontakt zum Bowling haben und sonst eher nicht auf eine Bahn gehen würden." Niemand solle sich im Vorfeld Gedanken machen, dass er nicht mithalten könne. "Wir wollen erstmal keinen Wettbewerb starten, sondern ganz vorsichtig beginnen." Aus diesem Grund haben sich die Organisatoren Fritz Franke und Antje Müller einen besonderen Gast für die Auftaktveranstaltung eingeladen. Gudrun Bittroff, Landes- und Deutsche Meisterin im Bowling der Senioren, wird den Teilnehmern kompetent zur Seite stehen. "Bowling ist kein Kraftsport, man muss nur ein klein wenig beweglich sein und die Kugel mit Bedacht auf die Bahn schicken." Der Sport bestehe in erster Linie aus ein wenig Geschick und Verstand. Mitmachen können übrigens auch Rollstuhlfahrer. "Wir haben einen behindertengerechten Zugang zum Haus und auch die Bahnen erreicht man mit dem Rollstuhl", sagt Betreiber Thomas Baumann.

Sofern das Angebot angenommen wird, planen die Stadtsenioren einen regelmäßigen Termin am letzten Donnerstag im Monat. "Wir wollen mit solchen Aktionen, zu denen auch der monatliche Kinofilm gehört, die Senioren zusammenbringen", meint Fritz Franke. Zudem könnten Interessierte auf diesem Weg die Stadtseniorenvertretung kennenlernen. Bei Interesse können sich Teilnehmer der Runde anschließen. Schuhe können geliehen, Bowlingkugeln verschiedener Gewichte vor Ort gewählt werden.