Mützel (spö) l Mützel strebt ein offizielles Wappen an. Darauf einigten sich die Ortschaftsräte im Verlaufe ihrer jüngsten Sitzung. Sie konnten sich auch auf drei Elemente des zukünftigen Wappens verständigen.

Das bisherige Wappen, das die Findlinge im Ort ziert, war vor 15 Jahren von Mitarbeitern der QSG entworfen worden. Unstrittig ist, darauf machte Ortschronist Wolfgang Ermisch aufmerksam, dass das gegenwärtige Wappen nicht den heraldischen Ansprüchen genüge und somit auch nicht offiziell geführt werden könne.

Das betrifft die Verwendung des roten Adlers in der oberen linken Hälfte und der Garbe in der oberen rechten Hälfte des Wappens. "Es geht darum, das wirklich Typische in einem Wappen abzubilden und beide Elemente würden dem nicht Genüge tun", erklärte Wolfgang Ermisch vor den Ortschaftsratsmitgliedern.

Für die Geschichte Preußens - Mützel ist ein preußisches Kolonistendorf - stünde der schwarze und nicht der bisher geführte rote Adler, korrigierte Ermisch. Auch die Verwendung der Garbe könne allen Dörfern zugeordnet werden und sei damit beliebig.

Es sei wichtig, sagte Ermisch, dass sich das Herausragende, Besondere im Wappen wiederspiegele.

Konsens bestand im Ortschaftsrat, dass die symbolisierte Schleuse weiterhin Bestandteil des Wappens bleiben müsse. Auch ein halber schwarzer Adler, bezugnehmend auf die Gründungsgeschichte des Ortes, sollte nach Auffassung des Ortschaftsrates im Wappen geführt werden. Des Weiteren stand der Vorschlag im Raum, eine halbe Mühle anstelle der Garbe im Wappen aufzunehmen.

Ortsbürgermeister Rüdiger Feuerherdt fasste eine kurze Diskussion zusammen. "Neben der Schleuse favorisieren wir eine halbe Mühle und einen halben schwarzen Adler als Symbole für das Wappen."

Hans-Werner Kant warf dann die Frage nach der Finanzierung auf. Ortsbürgermeister Rüdiger Feuerherdt schmetterte diese vorerst ab. "Erst wenn wir mit unseren Vorstellungen auf den Punkt gekommen sind und wir uns einig sind, suchen wir zunächst das Gespräch mit einem Heraldiker. Heute steht die Finanzierung deshalb noch nicht im Vordergrund".

Der Ortsbürgermeister kündigte auch Absprachen mit dem Heimatverein an. Zudem könne er sich vorstellen, dass ortsansässige Unternehmen bereit sind, einen Beitrag zur Finanzierung des Mützeler Wappens zu leisten.