Der Freundeskreis der Kirchengemeinde Hohenseeden/Reesen wird wieder eine Osterausstellung mit einer Vielzahl von Angeboten an hübschen Präsenten und Dekorationen veranstalten. Termin ist der 15. März. Dafür wurde bereits wochenlang fleißig gebastelt.

Hohenseeden l Anfang der Woche haben sich die Frauen zum letzten Mal in der Bibliothek auf dem Grundstück der Familie von Reinersdorff getroffen, bevor sie nach hinten in die ausgebaute ehemalige Werkstatt umgezogen sind. Dort werden nun Osterkränze gewickelt und andere Dekorationen angefertigt. Die "Feinarbeiten" wie das Bemalen einer riesigen Menge großer und kleiner Eier ist bereits geschafft.

Manchmal hat Gabriele von Reinersdorff schon aufhören wollen mit diesen Aktionen, aber die Frauen des Freundeskreises haben ihr diese Wahl nie gelassen. Diese regelmäßigen Treffen zum Basteln, ob im Frühjahr oder Herbst, sind im Laufe vieler Jahre allen lieb geworden. Man kommt zusammen, kann miteinander reden, so manche Sorgen zu Hause lassen und dabei auch noch etwas Sinnvolles tun.

"Leader"-Mittel beantragt, Eigenmittel beisteuern

Das ist auch für Gabriele von Reinersdorff immer wieder Motivation. Denn zum wiederholten Mal wird der Erlös dieser Aktion in die Kasse zur Sanierung des Kirchturms fließen.

Etwa 800 Jahre stehe die Hohenseedener Kirche schon, und viele Generationen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass sie immer wieder saniert wurde und für die nächsten Generationen erhalten bleibt, betont Gabriele von Reinersdorff. "Im Dreißigjährigen Krieg war sie ausgebrannt und wurde wieder aufgebaut!"

"Und nun sind wir an der Reihe", fügt sie an. Über das Leader-Programm seien auch Fördermittel beantragt, weiß sie. "Aber man kann nicht nur die Hand aufhalten, sondern muss auch selbst etwas dazu tun." Vor 2017/18 werde es nichts werden mit den Fördermitteln, und bis dahin wollen die Mitglieder des Freundeskreises noch einiges an Eigenmitteln zusammenbekommen.

Allerdings gebe es zwischendurch auch immer wieder unplanmäßige Ausgaben. "Jetzt war die Turmuhr kaputt. Die Reparatur hat etwa 300 Euro gekostet." Es sei noch die relativ gut erhaltene Original-Turmuhr, erklärt Gabriele von Reinersdorff. Hier sei nur etwas abgebrochen gewesen, was leicht behoben werden konnte. Weil der Fachmann ohnehin vor Ort war, sei gleich die Wartung - einschließlich des Läutewerks - mitgemacht worden.

Einige Tage werden die Frauen noch zu tun haben, bis alles fertig ist. Täglich seien immer um die zehn bis zwölf Frauen dabei, immer im Wechsel, weil sie ab und zu auch was anderes vor haben - "Enkeldienst" zum Beispiel... Und im Vorfeld seien einige auch zu anderen Ausstellungen gefahren, um sich was abzugucken und neue Bastelideen zu holen. "Es macht allen viel Spaß", betont Gabriele von Reinersdorf.

Weitere Aussteller haben wieder sofort zugesagt

Sofort zugesagt haben auch die Aussteller, die schon seit etlichen Jahren immer wieder dabei sind: das Diakoniewerk Wilhelmshof mit Töpfereiartikeln, Edith Meyer aus Dannenberg mit handbemaltem Porzellan, Brigitte Steinfurt aus Lüchow mit Holzartikeln, Heike Wustrau aus Genthin mit Handarbeiten in Ebenseetechnik, und auch Birgit Kaiser aus Schlamau bei Wiesenburg wird diesmal wieder mit ihren Patchworkartikeln und Kaiserpuppen kommen.

Geöffnet sein wird die Osterausstellung auf dem Grundstück der Familie von Reinersdorff, Schattberger Straße 4 in Hohenseeden am Sonntag, 15. März, von 13.30 bis 17 Uhr. Die Frauen vom Freundeskreis der Kirchengemeinde freuen sich auf viele Besucher.