Genthin | In diesem Jahr wird der Spee-Cup wieder mit Deutschen Meisterschaften stattfinden. Das teilte Bürgermeister Thomas Barz vor Kurzem den Mitgliedern des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses mit. Im vergangenen Jahr wurde die Traditionsveranstaltung des Radsports in den Tag des Ehrenamtes am 3. Oktober integriert, allerdings ohne die deutschen Jungprofis. Der erste Bauabschnitt der Orsdurchfahrt B1 und die Meisterschaft waren ein zu großer logistischer Aufwand für die Stadt und den Genthiner Radsportclub. Für die Meisterschaften 2015 machte Barz im vergangenen Jahr noch wenig Hoffnung und sagte damals: "Im nächsten Jahr wird es noch einmal schwierig." Auch der Vorsitzende des Radsportclubs, Sebastian Hahn, sagte noch im vergangenen Jahr: "Wir wissen nicht, ob wir die Deutschen Meisterschaften 2015 wieder stemmen können." Sie können, stellt sich nun heraus.

Der zweite Bauabschnitt der B1 ist in diesen Tagen gestartet. "Wird das denn im August zum Spee-Cup fertig sein?", fragte Horst Leiste im Ausschuss. "Eigentlich ja", antwortete der Bürgermeister. Barz versuchte auch die Angst vor Verzögerungen zu nehmen. "Zur Not haben wir einen Plan B", sagte Barz, ohne auf diesen näher einzugehen. Das Scherzen ist ihm jedenfalls noch nicht vergangen: "Die Ausweichstrecke führt nicht den Radweg zwischen Jerichow und Genthin entlang."

Neue Altersklasse kommt hinzu

Sebastian Hahn zeigte sich auf Volksstimme-Nachfrage ebenfalls zuversichtlich, dass die Ortsdurchfahrt bis zum Spee-Cup am 30. August fertig ist. "Die Sportler brauchen das Stück an der Tankstelle und die Kreuzung am Krankenhaus. Bei letzterer könnte man zur Not auf die Karower Straße ausweichen", so Hahn.

Wo auch immer sie langfahren werden, fest steht, am 30. August werden in Genthin die Deutschen Meister im Zeitfahren ermittelt. Hahn: "In diesem Jahr kommt sogar noch eine Altersklasse hinzu, nämlich die U23."

Für den großen Tag werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. "Vom Verein packen natürlich alle mit an, trotzdem fehlen uns Streckenposten", sagt Hahn. Deren Aufgabe besteht darin, die Strecke in der Stadt und in Richtung Bensdorf abzusichern. Diese ist zwar gesperrt, Autofahrer, die sich verirren, müssen aber "abgefangen" und aufgeklärt werden. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen aufgehalten werden, damit sie nicht plötzlich mitten auf der Strecke stehen, erklärt Hahn. Und fügt hinzu: "Erfahrungsgemäß ein machbarer Job." Voraussetzung: Die Helfer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Ein kleines Verpflegungspaket gibt es für den Einsatz inklusive.

Wer Interesse an einem Job als Streckenposten hat, meldet sich bei Sebastian Hahn unter 0171 / 455 5174.

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