Genthin l Seit Freitag ist in der Stadt- und Kreisbibliothek eine Ausstellung mit Arbeiten von Brigitta Hayn, vorwiegend Aquarelle und Acryl, zu sehen.

Brigitta Hayn gilt in der lokalen Hobby-Maler-Szene als unbeschriebenes Blatt. In Genthin gibt sie nun ihr Debüt. Warum das so ist, erklärte Bibliotheksleiterin Gabriele Herrmann zum Auftakt der Vernissage.

Sie berichtete den Gästen von einer beruflichen Bekanntschaft, die sie mit Brigitta Hayn über eine Zusammenarbeit im Deutschen Bibliotheksverband verbinde.

So ist die Diplom-Bibliothekarin Brigitta Hayn seit 1973 in der Patienten-Bibliothek der Charité in Berlin-Mitte tätig. Ihre Aufgabe ist speziell die Begleitung von kranken Menschen, so arbeitet sie auch im Deutschen Bibliotheksverband in der Sektion Patienten- und Gefangenenbibliothek mit.

Im beruflichen Umfeld hat sich auch Brigitta Hayns Entwicklung zur Hobby-Malerin vollzogen. Dabei habe sie sich schon in ihrer Schulzeit dem Malen und Zeichnen verbunden gefühlt. Beruflich hätte sie sich gern in diese Richtung entwickelt, berichtete die gebürtige Plauenerin. Doch ihre Mutter habe ihr dazu geraten, zunächst einen "ordentlichen Beruf" zu erlernen.

"In einer Bibliothek kann man nicht nur lesen, sondern auch schreiben, aber meine Leidenschaft fürs Malen und Zeichnen wollte ich trotzdem ausleben", schlug Brigitta Hayn bei der Vernissage den Bogen zur Gegenwart.

Seit 1979 belegte sie den Mal- und Zeichenzirkel der Charité, weitere Zirkel sollten folgen, seit 1998 arbeitet sie einmal wöchentlich in einer freien Malgruppe. Gleichzeitig entwickelte Brigitta Hayn Ausstellungsbeteiligungen, die sie nun auch erstmals nach Genthin führten.

In der aktuellen Ausstellung sind hauptsächlich Aquarelle, Landschafts- und Blumenmotive zu sehen. "Ich bin eine Hobbymalerin", betonte Brigitta Hayn beim Rundgang durch die Ausstellung und beschrieb, dass Motivwahl und Umsetzung bei ihr häufig ganz zwanglos vonstatten gingen.