Eine angesichts sinkender Einwohnerzahlen in der kleinen Ortschaft hat Karow immer noch eine recht stattliche Ortsfeuerwehr, jedoch drängt auch hier das Nachwuchsproblem. Erfreulich ist deshalb, dass es eine sehr aktive Jugendfeuerwehr gibt.

Karow l In der Einsatzabteilung der Karower Ortsfeuerwehr sind derzeit 19 Mitglieder gelistet, von denen einige sehr aktiv sind, einige jedoch kaum noch zum Dienst kommen, kritisierte Ortsbürgermeister Bernd Franke. "Uns nutzen keine Karteileichen", betonte er. Den Aktiven dagegen sprach er seinen Dank aus für ihr Engagement und lobte besonders zwei: Andreas Antonius und Uwe Zahnow seien 2014 fast immer bei Diensten und Einsätzen dabei gewesen.

Franke motivierte die anderen Kameraden, ihre Beteiligung an den Diensten zu verbessern: Eine gute Ausbildung sei unerlässlich, sonst könne es dazu kommen, dass man im Einsatz Kameraden gefährde.

Tatsächlich sei die Teilnahme an den Einsätzen prozentual höher gewesen als an den Diensten, sagte Ortswehrleiter Gerald Rehe in seinem Bericht im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Alarmiert wurde die Karower Feuerwehr 2014 nur viermal, wobei der erste Einsatz im Februar nach zehn Minuten von der Leitstelle abgebrochen worden sei. Im September unterstützte die Feuerwehr die Rettungskräfte beim Personentransport, am 19. Dezember halfen die Karower der Feuerwehr Kade bei der Beseitigung einer Ölspur, und am 26. Dezember waren sie ebenfalls zusammen mit den Kadern bei der Beseitigung eines umgekippten Baums auf den Bahngleisen im Einsatz.

Darüber hinaus haben die Kameraden der Feuerwehr sowie die Mitglieder des Feuerwehrvereins, der anschließend seine Jahreshauptversammlung hatte, das Dorfleben mitgestaltet - beim Weihnachtsbaumverbrennen, beim Maibaumstellen, beim Erntedankfest, beim Osterfeuer, bei der Weihnachtsstraße, beim Sportfest sowie im Kindergarten und anderes mehr.

Der traditionelle Tag der offenen Tür wurde 2014 etwas kleiner gefahren, weil für die Wettkämpfe, die bisher immer durchgeführt wurden, die eigene Wehr kaum noch eine Mannschaft zusammen bekommt und es anderen Wehren ähnlich geht. Eine Kostenfrage sei es auch, sagte Gerald Rehe. In diesem kleinen Rahmen soll es aber auch künftig wieder einen Tag der offenen Tür geben.

Über die Arbeit der Jugendfeuerwehr berichtete Detlef Bertz: Per 31. Dezember gehörten dieser sieben Mitglieder - vier Mädchen und drei Jungen - an. Die Beteiligung an der Ausbildung sei vorbildlich. Zusätzlich wurde tüchtig für das Ablegen der "Jugendflamme" geübt - Die Jugendflamme 1 haben alle Mitglieder in Genthin absolviert, die Jugendflamme 2 bis auf ein Mitglied, das noch zu jung war, beim Zeltlager in Friedensau.

Auch die Jugendfeuerwehr hat Aktivitäten im Dorf unterstützt: das Einsammeln der Weihnachtsbäume, das Osterfeuer, Fackelumzug, Tag er offenen Tür, Weihnachtsmarkt. Darüber hinaus waren die Mädchen und Jungen viel unterwegs: im Kletterpark Klaistow, bei den Seifenkistenrennen in Schlagenthin und Rietzel, bei den Stadtmeisterschaften in Kade, beim Herbstlauf in Mützel. Kevin Grytzka betätigt sich außerdem jeden Sonntag in der Turnhalle mit ihnen sportlich.

Großen Dank, auch im Namen von Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig und Ordnungsamtsleiterin Sabine Pansch, sprach den Karower Kameraden Bürgermeister Harald Bothe aus. Er betonte: Zuständig für die Feuerwehren sei zwar jetzt die Einheitsgemeinde, jedoch seien auch weiterhin die Ortsbürgermeister Ansprechpartner vor Ort. "Das haben wir immer so gehalten, und ich denke, das ist in Ordnung so."

Die gute Beteiligung der Karower Kameraden bei Einsätzen lobte Christian Hering, stellvertretender Gemeindewehrleiter. Grüße übermittelte auch Sven Koch, Ortswehrleiter in Kade. Er betonte, dass beide Feuerwehren viel zusammen machen. "Das geht Hand in Hand, auch bei Einsätzen."