Genthin (spö) l Wenige Tage vor der Schließung der Begegnungsstätte Schillerstraße zum 31. März trafen sich noch einmal zahlreiche Senioren zu ihrem liebgewordenen Spielenachmittag. Der Treffpunkt war wie gewohnt nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Karten für die Gesellschaftsspiele gemischt und ausgegeben wurden.

Hannelore Gerbet als Leiterin des "Offenen Treffs" sorgte ein letztes Mal für Kaffee und Kuchen. Jetzt ist das offizielle Ende der Begegnungsstätte gekommen.

Der Entscheidung des Trägers, der Volkssolidarität, die Begegnungsstätte zu schließen, stößt bei den Senioren jedoch nach wie vor auf Unverständnis. Es werde am verkehrten Ende gespart, hatte Heinz Kebsch in einem Leserbrief kritisiert und damit den betroffenen Senioren eine Stimme gegeben.

Rückblick: Die Volkssolidarität begründete die Kündigung des Mietvertrages für die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte mit wirtschaftlichen Zwängen. Auf ihr lasteten die Kosten für Personal und Mieten.

Bei ähnlichen Angeboten seien mit den Mietern Serviceverträge abgeschlossen worden, über die dann ein entsprechendes Dienstleistungsangebot finanziert wird, gab Britta Krüger, Koordinatorin der Volkssolidarität im Jerichower Land, als Erklärung an.

Solche Serviceverträge sind mit den Mietern in Genthin, als das Objekt 2010 mit 22 seniorengerechten Wohnungen übergeben wurde, anders als in vergleichbaren Einrichtungen nicht abgeschlossen worden.

Auch die Möglichkeit, andere Gruppen und Vereine in der Schillerstraße anzusiedeln, und dadurch Einnahmen zu erzielen, scheiterte.

Ausschreibung bleibt erfolglos

Die SWG signalisierte wiederum, nicht auf Mieten verzichten zu können. Erfolglos war dabei auch eine Ausschreibung der SWG für einen neuen Träger, der die Räumlichkeiten weiterführt. Das kommunale Wohnungsbauunternehmen beabsichtigt nun, in den Räumlichkeiten zwei kleine Wohnungen herzurichten.

In der Begegnungsstätte Schillerstraße organisierte Hannelore Gerbet Kaffeenachmittage, Spielrunden und Vorträge.