Kittelschürzen, Pionierhalstuch, Fähnchen, Orden und Abzeichen aus DDR-Zeiten - die Neuderbener Frauengruppe feierte den Frauentag wie in alten Zeiten. Für einen Spaß sind die Damen immer zu haben.

Von Sigrun Tausche

Neuderben l Ob sie die Zeit verschlafen haben? Nein, haben sie nicht. Weder die "Wende" noch den eigentlichen Termin für den Frauentag. Sie wollten nur nicht den Termin ihres monatlichen Treffs verschieben, und der ist gewöhnlich an jedem letzten Dienstag im Monat. Also wurde die Frauentagsfeier verschoben. Nur leider kam dann der Sturm, deshalb haben sich einige der etwa 15 Mitglieder nicht auf die Straße getraut, so dass ausgerechnet bei diesem Gaudi-Abend die Runde nur klein blieb.

Einfach nur zusammensitzen ist bei den monatlichen Treffs selten drin. "Irgendwas finden wir immer", versichern die Frauen und erzählen: Mal gibt`s einen Spieleabend, mal eine Dia-Schau, mal ein Vortrag, mal wird gegrillt oder es wird "geschrapelt". Schrapeln - was ist das? "Da bringt jeder etwas von zu Hause mit, das er nicht unbedingt braucht, und verpackt es in Zeitungspapier. Dann wird um die Päcken gewürfelt..." - mit allerhand lustigen Regeln und natürlich jeder Menge Spaß.

Auch Ausflüge werden gemeinsam unternommen. Früher stand Kegeln hoch im Kurs, aber das hat - wegen des gestiegenen Durchschnittsalters - nachgelassen. Aber eine Fahrt nach Zerben zum Fischessen bei Riedels ist nach wie vor beliebt, auch fahren einige gern mit nach Bad Wilsnack. Manchmal wird auch nur vom Reisen geträumt - wie bei dem tollen Kanada-Vortrag von Elke Aßmann.

Gegründet wurde die Frauengruppe am 31. Oktober 2000. "Chefin" war bis 2014 Edith Arndt. Nun hat Christiane Merten sie abgelöst.