Für 17 Jugendliche war am 1. April Ausbildungsbeginn in der Krankenpflegeschule des Johanniterkrankenhauses Genthin-Stendal. Wenn sie in drei Jahren ihre Abschlusszeugnisse als Gesundheits- und Krankenpfleger in den Händen halten, können sie auf eine Übernahme hoffen.

Genthin l Die 17 Jugendlichen, die jetzt in den Unterrichtsräumen der Krankenpflegeschule anfangen, den Unterrichtsstoff zu büffeln, haben es geschafft: Unter 180 interessierten Bewerbern und den 45 Ausgewählten, die zu einem Test geladen wurden, haben sie sich durchgesetzt und einen Ausbildungsplatz erhalten.

Sie haben erfolgreich einen Bewerbertag mit Einzelvorstellungen, einen 60-minütigen Eignungstest und einen Teamtest hinter sich gebracht.

Die nächste Hürde für die angehenden Krankenpfleger, die vorwiegend aus den Regionen Stendal und Genthin kommen, wird die sechsmonatige Probezeit sein.

Wer sich hier bewirbt, sagt Kursleiterin Beate Sydow-Guttek, sollte auf jeden Fall ansprechende schulische Leistungen vorweisen können und ein Praktikum absolviert haben. "Jeder sollte eine genaue Vorstellung von seinem zukünftigen Beruf haben und damit wissen, welche Anforderungen auf ihn zukommen", unterstreicht die Kursleiterin.

Schulleiter Detlef Frobel ergänzt im Hinblick auf die christliche Ausrichtung des Johanniter-Krankenhauses, dass der christliche Glaube den Krankenpflegeschülern nicht vorgeschrieben werde. Jedoch müssten sie den Charakter des Hauses kennen und das Leitbild des Hauses tragen können.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wechselt zwischen praktischen und theoretischen Einsätzen.

Die praktische Ausbildung erfolgt in den Krankenhäusern Stendal und Genthin, aber auch in kooperierenden Häusern wie das Agaplesion Diakoniekrankenhaus Seehausen und das Fachkrankenhaus Jerichow.

In der Ausbildung werden den Schülern theoretische und praktische Kenntnisse in den Disziplinen Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Psychiatrie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie sowie Wochen- und Neugeborenenpflege vermittelt. Zusätzlich wird an der Genthiner Krankenpflegeschule in den Fächern, Christliche Berufsethik, Diakonie, Christliche Anthropologie und Informatik für Krankenpflegepersonal gelehrt.

Mittlerweile könne jeder Schüler perspektivisch aufgrund der Altersstruktur des Johanniterpersonals darauf hoffen, übernommen zu werden, sagt Detlef Frobel.

In der Zeit ihres Bestehens seit 1947 haben zwischen 3500 bis 4000 Schüler mit Erfolg die Krankenpflegeschule besucht. Dabei ist die Krankenpflege durchaus keine Domäne des weiblichen Geschlechts mehr. Bis zur Hälfte der Bewerber sind mittlerweile Männer, gibt Detlef Frobel zur Auskunft.