In Jerichow wird dieses Jahr auch ein Maibaum aufgestellt. Keinen Zweifel kann es über den Standort geben: Es ist natürlich der neue Marktplatz, der "Topfmarkt". Am 1. Mai um 10 Uhr sind hier die Einwohner von Jerichow, seiner Ortsteile sowie Gäste willkommen.

Jerichow l Die Idee dazu kam in den Reihen des Organisationsteams für den zweiten "Tag der Vereine" in Jerichow auf, berichtete Anke Hannemann vom Org-Team. Und konkrete Ideen zur Umsetzung seien gleich mitgeliefert worden. Klar, dass der Vorschlag in dieser Runde breite Unterstützung fand und nun gemeinsam daran gearbeitet wird, noch einen weiteren Höhepunkt im Leben der Klosterstadt zu schaffen.

"Es ist doch immer wieder schön, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich wirklich noch mehr als andere Gedanken um die Gemeinschaft machen", ist Anke Mannemann begeistert. Sie verrät, dass es sich bei dem Jerichower Maibaum nicht um "irgendeinen" Baum handeln soll, sondern um einen von ganz besonderer Gestalt, der den neuen Marktplatz einen großen Teil des Jahres schmücken soll - bis er dem Weihnachtsbaum Platz macht. Und dann soll er zum nächsten 1. Mai wieder aufgestellt werden...

Wer die Idee hatte, wer an der Umsetzung beteiligt ist und wie dieser Baum genau aussehen wird, das verrät Anke Hannemann allerdings noch nicht. Dieses Geheimnis wird erst beim Aufstellen am 1. Mai um 10 Uhr gelüftet, macht sie die Einwohner neugierig und kündigt an, dass es auch eine Speisen- und Getränkeversorgung geben wird. Dem ersten kleinen Maifest unterm Maibaum hier in Jerichow steht also nichts im Wege.

Ob es tatsächlich das erste Mal ist, dass in Jerichow ein Maibaum aufgestellt wird, konnten die Mitglieder des Organisationsteams bisher nicht herausbekommen. "Informationen dazu, ob es ein solches Brauchtum hier in Jerichow schon einmal gab, nehmen wir gern entgegen", bittet Anke Hannemann um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Auf jeden Fall soll aus diesem ersten Maibaum-Aufstellen eine Tradition werden. "Und dass etwas zur Tradition werden kann, setzt ja erstmal voraus, dass auch etwas Neues ausprobiert wird", betont Anke Hannemann. Sie ist zuversichtlich, dass die Idee bei den Jerichowern und Einwohnern der Umgebung ankommt.

Anke Hannemann jedenfalls ist begeistert davon - so sehr, dass ihr spontan einige Verse dazu einfielen, obwohl sie, wie sie von sich behauptet, "keinerlei dichterisches Talent habe". Ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt - die Verse jedenfalls passen:

"Du Maibaum ganz besonderer Art

steh fest in unserer Mitte.

Der Topfmarkt soll dein Standort sein,

werd` neu zu Brauch und Sitte."

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