Königsrode (bsc) l Der Waschbär ist der größte Feind der Großtrappe. Darauf verweist Dorothée März, Koordinatorin des Großtrappen-Schutzprojektes im Fiener Bruch. Um den bedrohten Vögeln eine erfolgreiche Brut und Kükenaufzucht zu ermöglichen, wird eng mit den Landwirten und Jägern zusammengearbeitet. Mit dem Auslegen von Fallen soll den Nesträubern beigekommen werden. Derzeit sind knapp 120 Fallen aufgestellt. Im Fang- und Baujagd-Jagdjahr 2014/15 wurden 439 Stück Raubwild unschädlich gemacht. Der Waschbär hält dabei mit 46 Prozent die Spitze. 31 Prozent entfielen auf den Fuchs, zwölf Prozent auf den Kleinmarder, sieben Prozent auf den Marderhund und vier Prozent auf den Dachs. In Deutschland gibt es derzeit noch einen Gesamtbestand von 197 Großtrappen. 61 davon halten sich im Fiener Bruch auf. "In diesem Jahr kalkulieren wir mit 30 Hennen. Im Jahr 2008 waren es acht", so die Koordinatorin. Sie machte aber auch deutlich, dass die Anzahl flügger Jungvögel nicht bestandssichernd ist.