Genthin (mfe) l Die Baustelle wird zur Grabungsstelle. An der B1 zwischen Finanzamt und Tankstelle sind am Straßenrand Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege mit der Vermessung und Bergung von Fundstücken beschäftigt. Größter Fund waren zwei rund 3000 Jahre alte Glockengräber. "Die Gräberfelder aus der Bronzezeit sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt, deshalb sind wir hinzugezogen worden", sagt Archäologin Ursula Uhl. Stück für Stück haben sich die Helfer in den vergangenen Tagen entlang der Baustelle zwischen Tankstelle und Finanzamt vorangearbeitet. Auch bei ihrer jetzigen Suche sind die Archäologen wieder erfolgreich gewesen. "Wir haben zwei große Gräber gefunden, eines am Eingangsbereich vom Sportplatz, eines auf Höhe des Ehrenfriedhofes." Dabei handelt es sich um 3000 Jahre alte Glockengräber aus der Bronzezeit. "Glockengrab heißt es, weil ein zweiter Behälter wie eine Glocke über die Urne gestülpt ist", erläutert Ursula Uhl. In nicht ganz einem Meter Tiefe waren die Archäologen auf die Funde gestoßen. Neben den großen, gibt es auch ganz unscheinbare Grabfunde.