Vorm Bergzower Dorfgemeinschaftshaus steht wieder der traditionelle Maibaum mit den vielfältigen Symbolen von Handwerk, Landwirtschaft und Dorfleben. Nach einjähriger Pause wurde er wieder aufgestellt - mit großer Beteiligung der Einwohner.

Bergzow l Ein rot-weißes "Flatterband" sperrt das Dorfgemeinschaftshaus von der großen Freifläche davor ab, und wie es der Zufall so will, ergänzt farblich passend dazu eine rot-weiße Mobiltoilette das Bild, das den Hintergrund für das diesjährige kleine Maifest bildet. Seit Ende Dezember 2013 ist das Dorfgemeinschaftshaus gesperrt, also können auch die Toiletten nicht mehr benutzt werden, ebenso nicht die Küche und schon gar nicht der Saal für einen "Tanz in den Mai".

"Wir wollten aber trotzdem an der Tradition festhalten", begründet Ortsbürgermeisterin Antje Wascher, die die Gäste auch stellvertretend für den Bürgerverein begrüßte, der - unterstützt von Kita, Chor und Feuerwehr - seit vielen Jahren das Maibaumstellen organisiert. Wann das Dorfhaus wieder genutzt werden kann, weiß auch sie nicht zu sagen. Bekannt ist nur: Das Projekt, das im Zusammenhang mit der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Dach auch die Sanierung des Dachstuhls beinhaltet, ist eingereicht. Wo es nun noch "klemmt", weiß man hier nicht.

Diese Probleme spielten am Sonnabend aber nur am Rande eine Rolle. Man sah in viele fröhliche Gesichter - Gesichter von Kindern jeden Alters bis hin zu vielen Senioren des Dorfes. Der Feuerwehrverein hatte Tische und Bänke vorm Dorfhaus aufgestellt, was dankbar genutzt wurde. Die Kinder spielten und tobten, und viele gingen mit, als der Maibaum aus dem Winterquartier in einer Scheune geholt wurde. Wie in einem Siegeszug wurde er dann hergetragen. Beim Aufstellen haben die Männer längst Routine, das klappte wie am Schnürchen. Auch Antje Wascher half mit.

Eine große Überraschung für viele der Anwesenden war der Auftritt der Bergzower Kita-Kinder. Beim Maibaumstellen vor zwei Jahren waren es fast nur kleine Kinder, so dass kein umfangreiches Programm möglich war. Sie hatten vor allem um den Maibaum getanzt. Nun waren die Kinder groß geworden. Neun werden im Sommer zur Schule kommen. So konnten sie toll singen und Gedichte aufsagen. Und das Erfreuliche: Auch kleine Kinder sind wieder reichlich dazu gekommen - weitere sind schon "in den Startlöchern".

In kleiner Besetzung dagegen trat der Bergzower Frauenchor auf, hier konnten einige Mitglieder nicht dabei sein. Trotzdem erfreuten die Frauen mit Frühlingsliedern die Gäste. Der Chor gehört einfach dazu, wenn in Bergzow etwas los ist.

Antje Wascher dankte allen Akteuren, für die Kinder hatte sie einen Korb mit Naschereien vorbereitet, und danach blieben die meisten noch in geselliger Runde beisammen.

   

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