Einen Wissenschaftstag veranstaltete der Hort der Grundschule Diesterweg am Wochenende. Spielerisch sollten die Kinder an einfache Zusammenhänge in den Naturwissenschaften herangeführt werden. Der Tag galt aber auch dem Kontakt der Familien untereinander.

Genthin l "Wir stellen uns alle im Kreis auf und nehmen uns an den Händen", fordert Dirk Pütter die Anwesenden auf. Der Workshopleiter belegt den zahlreichen Eltern, Großeltern und Kindern auf dem Hof der Diesterwegschule damit, wie der Strom durch den menschlichen Körper fließt. Ein Niedrigstromkreis wird durch das Anfassen geschlossen und in diesem erklingt ein akustisches Signal. "Das wird möglich, weil der menschliche Körper zu einem großen Teil aus Wasser besteht und Wasser ein guter Leiter ist", erläutert Pütter das Experiment.

Ausprobieren, basteln und einfache Grundlagen der Physik und Mathematik kennenlernen, dabei geht es beim Wissenschaftstag. Als Grundlage dienen dabei spezielle Experimentier- und Baukästen. In drei Räumen sind an diesem Tag Themenbereiche aufgebaut. Im Lichtraum experimentieren Kinder und Erwachsene mit bunten Schatten.

Yasmin und Emma bauen dafür ein kleines Türmchen auf und beleuchten es mit blauem, grünen und roten LED-Leuchten. "Guck mal, ein roter Schatten", sagt Emma. "Ganz spannend", finden die Beiden diese Experimente. Einen Tisch weiter probiert Dustyn sein Glück mit einer aus Alufolie gebastelten Maske. Im blauen und grünen Licht ergeben sich ganz unterschiedliche Muster.

Einen Raum weiter werden Türmchen mit magnetischen Steinen gebaut. Das Besondere an den bunten dreieckigen Formen: Sie ziehen sich immer an. Begeistert puzzeln nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern mit den verschiedenen Steinen. Die zehnjährige Louise ist ganz vertieft in die Bastelei. "Solche Steine kenne ich nicht." Ihre Großmutter Burgi Koch ist begeistert von dem Aktionstag. "Ich finde es toll, was hier auf die Beine gestellt wird." Vor allem lobt sie den Umgang der Erzieher mit den Kinder.

"Das ist sehr familiär." Genau das hatten die Hortmitarbeiter mit dem Tag bezweckt. "Wir wollen mit verschiedenen Aktionen die Familien zusammenbringen", erläutert Petra Böttge, Leiterin des Hortes der Diesterweg-Grundschule. So habe es bereits eine Advents- und eine Osterfeier mit den Eltern gegeben.

"Das ist doch eine schöne Idee, um mit anderen Eltern zusammen und ins Gespräch zu kommen", findet Doreen Bülow, die mit ihren drei Kindern den Spiel- und Wissenschaftstag besucht. "Man kann auch Vorurteile überwinden, wenn man mal ein paar längere Worte miteinander spricht", findet Donald Schubert, sonst laufe man beim Bringen oder Abholen der Kinder nur aneinander vorbei.

Sein Sohn Arne hat derweil die Sandwannen für sich entdeckt. "Ich habe ein Holzstück mit Rillen und mache damit verschiedene Muster", erklärt er. In den Holzkästen voll feinem Sand werden mittels Magneten und anderen Werkzeugen einige Formen und Buchstaben eingezeichnet. Dadurch taugen die Kästen nicht nur als kleine Fußballfelder, sondern auch zur Schreibunterlage. Besonders interessant wird dieses Experiment, wenn die Bodenbeleuchtung eingeschaltet wird.

Am Ende des Tages sind sich alle Teilnehmer einig: "Einen solchen Tag sollte es häufiger geben."

 

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