Auf 20 bewegte aber vor allem erfolgreiche Jahre kann der Genthiner Volleyballverein zurückblicken. Aus diesem Anlass gab es ein Jubiläums-Turnier in der Sporthalle und eine Festveranstaltung im Stadtkulturhaus.

Genthin l Es war ein Tag des Feierns und der Wiedersehensfreude. "Mensch, wir haben uns aber schon lange nicht mehr gesehen" oder "Schön, dass ihr auch hier seid", waren häufig gehörte Sätze bei der Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des Genthiner Volleyballvereins (GVV). Der Tag begann in der Genthiner Sporthalle. Zehn Mannschaften (vier Damen-und sechs Herren-Teams) sorgten auf drei Spielfeldern für beste Unterhaltung des zeitweise zahlreich anwesenden Publikums. Immer wieder wurde kräftig angefeuert und mitgefiebert. "Das sportliche Niveau ist sehr gut, es sind richtig gute Spiele", lobten die beiden Liga-Spielerinnen Juliane Kurth aus Genthin und Daniela Ott aus Magdeburg.

Beide ließen sich von der Wiedersehensfreude dieses Tages anstecken, die einen ersten Höhepunkt erreichte, als am Nachmittag das mit Spannung erwartete Spiel eines All-Star-Teams gegen die erste Mannschaft des GVV antrat. "Es ist schon toll, dass wir die Jungs heute zusammenbekommen haben", machte der stellvertretende Vorsitzende des GVV Wulf Thomas deutlich, der auch die Moderation des Spieles übernommen hatte, während Vereinschef Thilo Voigt als Schiedsrichter des Matches fungierte.

Allein die Nennung der Namen sorgte beim Publikum bereits für Beifallsstürme. Sascha Mosig war aus Österreich angereist und hatte für Friedrichshafen in der 2. Bundesliga gespielt, sein Bruder Stefan (3.Bundesliga) kam trotz Verletzung aus Jena, Johannes Sülldorf aus Aachen (2. Bundesliga). Gemeinsam mit Nico Pfeil (Magdeburg) stellten sie sich der Herausforderung und wurden von GVV-Spielern komplettiert, da Felix Glücklederer (3. Bundesliga/Magdeburg) und Philipp Theehle (Preußen Berlin) Punktspiel-Verpflichtungen in ihren Vereinen hatten.

Die GVV-Spieler sorgten für Jubel-Stimmung in der Halle, da sie hoch motiviert um jeden Ball kämpften und den ersten Satz (25:20) gewannen. Aber um Ergebnis, Sieg und Niederlage ging es an diesem Tag gar nicht so sehr.

"Für mich ist dieses Match heute eine besondere Freude", meinte beispielsweise GVV-Jugendwart Christoph Grothe. Alle Spieler der Auswahl hatten als Jugendliche bei ihm das ABC des Volleyballs gelernt. "Dann ist es natürlich toll zu sehen, was aus ihnen geworden ist."

Das Spiel wurde beim Stand von 1:1 beendet, da bereits zwei Stunden später die Volleyball Gala im Stadtkulturhaus eröffnet werden sollte. Dort hatten die QSG-Mitarbeiter um Ute Schünicke die Tische festlich hergerichtet und ein Buffet vorbereitet. Aber bevor die Gäste das Buffet stürmen durften, standen erst einige Worte des Vereinsvorsitzenden auf dem Programm. Thilo Voigt erinnerte an die Anfänge des Vereins im Jahr 1995. 26 Chemie-Sportler riefen den Verein damals ins Leben, nachdem man zuvor viele Jahrzehnte Mitglied bei Chemie Genthin war. "Wir haben uns damals nicht mehr so wohl in dieser Konstellation gefühlt und uns selbstständig gemacht", erläuterte der Vorsitzende mit Blick auf die Gründung am 16. März 1995. Schnell habe der Verein dank der Tüchtigkeit von Felix Willert und Wolfgang Hauser Fuß gefasst. Heute hat der Verein vier Männer-Teams unter anderem in der Landesliga und Landesklasse sowie in der Kreisliga. Dazu kommen zwei Frauen-Hobby-Teams, die nicht an Punktspielen teilnehmen und acht Jugendteams im Wettkampfbetrieb des Landes.

Der Jugendbereich sei eine wichtige Stütze des Vereins. Unter den knapp 170 Mitgliedern des GVV sind 90 Kinder und Jugendliche. Konsequenz dieser Arbeit sei auch der Erfolg, dass der Verein als Jugend- und Leistungsstützpunkt anerkannt wurde. "Wir haben es geschafft, uns über die Jahre eine familiäre Atmosphäre zu erhalten", machte der Vorsitzende deutlich.

Daneben stehen die Erfolge des Vereins. Jüngst wurden die U-20-Jungen Vize-Landesmeister und die U-16-Jungen erspielten eine Bronze-Medaille. Von den zahlreichen Erfolgen kündete auch eine Erinnerungswand mit Pokalen, Urkunden, Trikots und Fotos. Im Laufe des Abends fanden sich ehemalige Mannschaften zusammen, die sich mit ihren alten Bilder und Trikots ablichten ließen.

In Erinnerung schwelgen konnten die Besucher auch bei einer digitalen Präsentation, die in einer Endlos-Schleife an die Wand geworfen wurde. "Es war eine Heidenarbeit, das zusammenzustellen", meinte der Macher der Präsentation Ronald Götze.

Aus mehr als 600 Fotos der Vereinsgeschichte hatte er die prägnantesten und schönsten Motive ausgewählt. Für schmissige Unterhaltung sorgte zwischendurch ein Männerballett mit einem Strumpfhosentanz. Beste Stimmung also im Stadtkulturhaus. Und der Vorsitzende versprach: "Spätestens zum 25. Jubiläum des Vereins sehen wir uns genau so munter wieder."

 

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