Hohenseeden l Buchhalter in landwirtschaftlichen Betrieben erhielten zu DDR-Zeiten regelmäßig eine gemeinsame Weiterbildung: Vierteljährlich gab es Arbeitsberatungen, und einmal im Jahr, meist im Februar, fuhren alle aus dem damaligen Kreis Genthin für eine Woche zur Weiterbildung nach Sellin. Fachlich habe das eine Menge gebracht, betont Gudrun Tscheuschner - und es habe auch dazu geführt, dass man sich gut kennenlernte und ein Zusammenhalt entstand, der Wende und Renteneintritt überdauerte.

Schon seit etwa zehn Jahren treffen sich etliche der ehemaligen Buchhalterinnen und Buchhalter aus Landwirtschaftsbetrieben des Altkreises Genthin jedes Jahr im Mai zum Spargelessen - und Schwatzen - in Hohenseeden in der Gaststätte Wendt. Nur in den ersten beiden Jahren fanden diese Treffen noch in Parey statt.

Anfangs seien es etwa 30 Teilnehmer gewesen, doch leider seien inzwischen einige schon nicht mehr am Leben oder sehr krank, so dass sie nicht kommen können.

Die Älteste der 16 Teilnehmer, die diesmal gekommen waren, ist Frieda Lorenz mit stolzen 90 Jahren.

Die jährlichen Weiterbildungen in Sellin auf der Insel Rügen, die die Truppe so "zusammengeschweißt" hat, seien Andreas Willging zu verdanken, der damals Leiter Planung und Ökonomik für die Landwirtschaft im Kreis Genthin war, berichten die Frauen.

Sie wollen ihren Treffen in Hohenseeden auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Der nächste Termin steht bereits fest: Es ist der 3. Mai 2016.