Die Stadt will die in die Jahre gekommene Regenentwässerung in der Genthiner Friedenstraße im Abschnitt zwischen der Dürerstraße und dem Zulauf Mühlengraben modernisieren. Der städtische Bau- und Vergabeausschuss brachte die Planung auf den Weg.

Genthin l Regelmäßige Überschwemmungen nach Regenfällen sind ein Ärgernis, mit dem die Anlieger der Frieden- bzw. Zeppelin-Straße seit Langem zu kämpfen haben. Das Wasser, berichtete im vergangenen Jahr ein Anlieger, stünde mitunter 10 bis 20 Zentimeter auf der Straße. Wenn dann Autos mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Straße unterwegs seien, spritze das Wasser bis zum Fenster im ersten Stock, monierte er.

Als Grund für dieses Problem führte Bürgermeister Thomas Barz seinerzeit die Unterdimensionierung der vorhandenen Leitung und starke Defekte an. Bei starken Niederschlägen werden so die Wassermengen nicht mehr zeitnah abgeführt. Diesem Übel soll nun abgeholfen werden. Bereits vor einem Jahr kündigte der Bürgermeister an, dass finanzielle Mittel für die Sanierung der Regenwasserleitung zur Verfügung stünden.

Mit dem Beschluss des Bau- und Vergabeausschusses am Montagabend wird das Vorhaben nun konkret angegangen. Konkret bestimmt wurden inzwischen die Einleitmengen aus der Dürerstraße, dem Baumschulenweg, der Zeppelinstraße und der Buschstraße. Um das anfallende Regenwasser zukünftig ordnungsgemäß abführen zu können, muss - das ermittelte der zuständigen Fachbereich - von einer Rohrleitung in einer Nennweite 500/600 (innere Durchmesser eines Rohres in Millimeter) ausgegangen werden. Bisher sind Rohre in einer Nennweite von 250 verlegt.

Die Verwaltung ist zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund dieser Größenordnung die Ersatzleitung nicht mehr im östlichen Gehweg (auf der Seite Erlenweg) gebaut werden kann, sondern eine Verlegung in der Fahrbahn erforderlich wird. Die Altleitung müsse verdämmt oder zurückgebaut werden, empfahl der Fachbereich Bau/Stadtentwicklung.

Wobei der Fachbereich und seine Leiterin Dagmar Turian einen Rückbau favorisieren, um Verlegefreiheiten für an der Versorgungsträger zu erhalten. Das Einleitbauwerk in den Mühlengraben müsse erneuert werden, raten die Fachleute.

Die Verwaltung hatte den Mitgliedern des Bau- und Vergabeausschusses im Zuge der Vorplanung des Vorhabens nun vier Ausführungsmöglichkeiten zur Entscheidung vorgelegt. Er entschied sich einstimmig und ohne Diskussionsbedarf dafür, im Bereich der Kreuzung/Zeppelinstraße -Mühlengraben innerhab eines ersten Bauabschnitts mit der Erneuerung der Leitungen zu beginnen. Die Sanierung des Gehweges sei zunächst noch nicht vorzunehmen.

Damit bleibt der Altkanal vorerst im östlichen Gehweg. Der stillgelegte Leitungsbereich wird dann verdämmt. Wenn die neue Leitung gelegt wird, wird die Straße saniert und der Gehweg folgt nach der Entfernung der Altleitung.

Die Gesamtbaukosten liegen bei 530 000 Euro, der erste Bauabschnitt ist mit 260 000 Euro veranschlagt.