Den letzten Schultag vor den Pfingstferien verbrachten die Kinder der Diesterweg-Grundschule im Wald. Unter fachkundiger Anleitung beschäftigten sie sich mit Tieren und Pflanzen in einem Wissensparcours.

Genthin l "Welche Geräte benötigt ein Förster für seine Arbeit?", "Wie heißen die Körperteile eines Rehs?", keine leichten Aufgaben hatten sich Revierförster Steffen Lieder und das Team vom Landeszentrum Wald im Betreuungsforstamt Elb-Havel-Winkel für die Besucher ausgedacht.

Zu Gast waren am letzten Schultag vor den Ferien die Kinder der Diesterweg-Grundschule in Altenplathow. Sie absolvierten im nahegelegenen Wald einen Wissens- und Aktionsparcours mit einem halben Dutzend Stationen. Dafür wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt. "Ihr bekommt jetzt noch einen Gruppennamen", bremste Förster Lieder den Tatendrang der Teilnehmer. So machten sich kurze Zeit später die Gruppen "Kreuzotter", "Rehe", "Adler" und "Wölfe" mit zeitlichem Abstand nacheinander auf den Weg durch den Wald. "Um die Wartezeit zu verkürzen, müssen die übrigen Kinder versuchen, ihr Tier mit Naturmaterialien zu legen", erläuterte Lehrerin Claudia Braunschweig die Pausenaufgabe.

Die Stationen wurden derweil durch die Mitarbeiter des Forstamtes besetzt. Die Kinder lernten verschiedene Nistkästen kennen und mussten diesen die richtigen Bewohner zuordnen. Sie mussten Laub- und Nadelbäume bestimmen, und erfuhren einiges über die Arbeit der Jäger und deren Bedeutung für den Wald. Lustig wurde es an zwei Stationen, an denen die Gruppen selbst aktiv werden konnten. Einmal konnten sie ihr Können im Bogen schießen ausprobieren. "Das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht", meinte ein Schüler. Dagegen klappte der Zapfen-Zielwurf schon besser. Für alle diese Stationen gab es Punkte, so dass am Ende die große Siegerehrung natürlich nicht fehlen durfte.

"Die Schüler haben heute viel über die Natur erfahren", erläutert Claudia Braunschweig den Aktionstag. "Dadurch, dass sie die Dinge wie Blätter oder Nistkästen anfassen konnten, behalten sie das Wissen natürlich viel länger." Für Revierförster Lieder ist noch etwas wichtig: "Solche Ausflüge schulen den Blick der Kinder für ihre Umwelt und wir hoffen, dass sie dadurch bewusst mit der Natur und dem Wald umgehen." Natürlich sei es auch wichtig zu verstehen, welche Unterschiede es bei Begriffen wie Förster, Waldarbeiter oder Jäger gäbe.

"Wir bedanken uns bei den zahlreichen Helfern, die uns diesen Tag ermöglicht haben", sagten die Lehrerin am Ende der Aktion. Nach einer kleinen Stärkung für alle ging es am Mittag zurück zur Schule.

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