Genthin (mfe) l Kinder aus Albanien und dem Kosovo waren am Mittwoch zu Gast im Jugendhaus Thomas Morus. Die Mädchen leben seit Kurzem mit ihren Familien in Genthin und nach einer Veranstaltung in der Schule der Mädchen hatte Streetworkerin Petra Schiele die Idee, Florentina, Fjola, Sidorella und Sherife in das "bunte Haus am Wasserturm" einzuladen.

"Wir haben hier im Haus viele Kinder im Alter der Mädchen und wollten ihnen einfach einmal zeigen, was es alles gibt", sagt Petra Schiele. Damit sollen Berührungsängste abgebaut und der Kontakt zu Gleichaltrigen aufgebaut werden. Da im Moment Pfingstferien sind, hatten die Besucherinnen auch viel Zeit, die Freizeitmöglichkeiten im Morus-Haus kennenzulernen. Jugendhaus-Mitarbeiterin Nicolle Jany nahm die Vier in Empfang und hatte ein paar Aktivitäten vorbereitet. Gemeinsam legten sie ein Puzzle, aber ein großes Hallo gab es bei den sportlichen Angeboten des Hauses. An der Tischtennisplatte und am Fußball-Kicker waren die Mädchen mit großem Eifer dabei und hatten viel Spaß bei kleinen Matches.

"Die Tische sind immer ein Renner, bei den Kindern und sogar bei Erwachsen", meinte Jugendhausleiter Bernd Neumann. "Selbst eine Besuchergruppe aus einer Hochschule ist vor einigen Wochen nicht davon loszubringen gewesen", erinnert sich Neumann mit einem Schmunzeln. Auch der Tag für die Mädchen war noch lange nicht vorbei. Sie bastelten Freundschaftsbänder, die natürlich mitgenommen werden konnten und bereiteten mit dem Betreuerteam ein Mittagessen vor. Fleißig wurde geschält und geschnippelt, was das Zeug hielt. Weil gemeinsam gekocht wurde, schmeckte es allen am Ende nochmal so gut. Dabei mussten nicht mal die gesagten Worte verstanden werden. Mit Händen und Füßen wurden Sprachschwierigkeiten mühelos überwunden, die Kreativität bei dieser Art der Verständigung schien fast unerschöpflich zu sein und sorgte für viel Vergnügen.

"Die Zeit verging wie im Fluge, die Mädchen fühlten sich wie zu Hause und es wird sicherlich in nächster Zeit weitere gemeinsame Treffen geben", meinte Petra Schiele am Ende des Besuches.