Genthin l Die Vakanzzeit hat ein Ende. Pfarrerinnen Magdalene Wohlfarth und Beate Eisert werden ab September in der evangelischen St. Trinitatisgemeinde tätig sein.

"Wir freuen uns bereits sehr darauf", sagt die Superintendentin des Kirchenkreises Elbe-Fläming Ute Mertens. Sie habe die Beiden während ihrer Vorstellung im Januar als offene, freundliche Pfarrerinnen erlebt, die den Menschen zugewandt seien. "Die Gemeinde hat sich für zwei gute Theologinnen entschieden", macht Ute Mertens deutlich und wünscht sich, dass auch die Gemeinde die neuen Pfarrerinnen freundlich aufnimmt.

"Unsere Hoffnung ist es, dass wir mit den engagierten Menschen im Gemeindekirchenrat und den Menschen in den Orten ins Gespräch kommen und uns auf einer vertrauensvollen Ebene begegnen", sagt Magdalene Wohlfarth. Die beiden Pfarrerinnen wollen die Gemeindeglieder zusammenbringen und freuen sich auf die kirchliche Arbeit. Offen möchten sie den Menschen gegenübertreten. "Wir hoffen, dass wir Wege finden einander in aller Verschiedenheit zu respektieren und anzunehmen", fügt Beate Eisert hinzu.

Die 56-jährige Pfarrerin Wolfarth ist auch ausgebildete Kirchenmusikerin und Musiktherapeuthin. Die 46-jährige Pfarrerin Eisert hat als Religionslehrerin gearbeitet und ist als Mediatorin ausgebildet. Ein Schwerpunkt ihrer bisherigen Tätigkeit war die Konfirmanden- und Familienarbeit, welche sie auch in Genthin fortsetzen wird.

Die Theologinnen wechseln aus ihrer jetzigen Stelle aus Kirchheiligen in Thüringen nach Genthin. In einem Vorstellungsgottesdienst haben sie sich bereits der neuen Gemeinde präsentiert und sich einem Gespräch mit dem Gemeindekirchenrat gestellt. Trotz mancher kritischer Äußerungen, auch im Hinblick auf die Lebensgemeinschaft der beiden Pfarrerinnen, stand am Ende der Vorschlag, ihnen die Stelle zu übertragen.

Jetzt gelte es die Zusammenarbeit zu suchen, findet der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Günter Sander. "Es ist ein großer Vorteil, dass gleich zwei Pfarrerinnen kommen, so können Veranstaltungen und Gottesdienste auch in den Orten regelmäßig angeboten werden." Auch die seelsorgerische Arbeit werde nun wieder ein stärkeres Gewicht bekommen. "Während einer Vakanz ist das schwierig aufrechtzuerhalten."

Ute Mertens lobt die in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit der Ehrenamtlichen wie auch der angestellten Mitarbeiter. "Es hat ein großes Engagement von Johannes Möcker als Vakanzvertreter, Gemeindejugendpfleger Friedhelm Wende und Mathias Barniske als Pfarrer im Ruhestand gegeben." Nicht zuletzt habe Monika Franz im Pfarrbüro bei der Organisation eine wichtige Arbeit geleistet.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass die Angebote einer Kirchengemeinde so umfänglich aufrecht erhalten werden." Im August werden die neuen Pfarrerinnen nach Genthin umziehen und in einem Gottesdienst am 6. September in ihr Amt eingeführt.