Direkt gegenüber der Stadtfeuerwehr Genthin entsteht ein neues Seniorenzentrum (Volksstimme berichtete). Wochenlang stand die Baustelle still, doch nun geht es zügig voran.

Genthin. Unruhige Zeiten hatten Birgit und Jürgen Kowalski - wegen der Ruhe. Die herrschte im Dezember und noch im Januar auf ihrer Baustelle in der Martha-Brautzsch-Straße. Hier lässt das Ehepaar ein Seniorenzentrum errichten. "Ich hatte schon schlaflose Nächte", bekennt Birgit Kowalski. "Der Frost und die Unmengen Schnee ließen keine Bauarbeiten zu. Wir fürchteten, dass wir den Termin der Eröffnung unseres Seniorenzentrums nicht halten können." Das hätte zusätzliche Kosten bedeutet. "Aber zum Glück sieht es so aus, dass wir unser Haus wie geplant am 1. August offiziell einweihen werden", freut sich auch ihr Mann Jürgen.

49 Einzelzimmer wird das Seniorenzentrum dann haben, jedes mit einem eigenen großen und auf die Bedürfnisse von alten Menschen zugeschnittenen Bad. "Bei der Planung des Objektes haben wir auch darauf geachtet, dass ein großer Fahrstuhl eingebaut wird, damit auch Menschen in Krankenbetten und Rollstühlen bequem transportiert werden können", so Birgit Kowalski.

Auf beiden Etagen gibt es einen 90 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum mit einer offenen Küche. "Hier können sich die Angehörigen dann auch mal einen Kaffee kochen", sagt Birgit Kowalski. "Diese Räume sind durch eine Falttür teilbar und eigenen sich so für Familienfeiern."

Seit der Grundsteinlegung für den Neubau am 25. September 2010 hat sich nicht nur baulich, sondern auch in Sachen Personal einiges getan. "Wir brauchen 18 ausgebildete Fach- und Hilfskräfte für die Betreuung unserer Bewohner", so Birgit Kowalski, die das Haus zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Mann managen wird. Später wird noch der Sohn der Familie, er ist angehender Arzt, hier mitwirken, aber auch eine Praxis in Genthin eröffnen. "Drei Viertel der Belegschaft steht bereits fest. Aber ein Viertel fehlt eben noch", erklärt sie.

Auch in einer anderen "Personalsache" gibt es bereits ein Ergebnis: "Unser ,Haus der Generationen\' ist bereits zu drei Viertel belegt. Dabei sieht man bis auf die Stahl- und Betonträger noch gar nicht viel", lacht Jürgen Kowalski. "Wir werden um das Haus einen wunderschönen Park anlegen", freut sich Birgit Kowalski auf das Frühjahr. "Apfelbäume werden hier stehen, die es kaum noch gibt, aber an deren Sorten sich unsere Bewohner bestimmt noch erinnern. Wir werden einen richtigen ,Garten der Erinnerungen\' anlegen."

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