Von allen Seiten strömten am vergangenen Sonnabend Kin-der und Erwachsene Richtung Schule, jede Menge Autos parkten ringsum - mehr, als an Wochentagen, wenn viele Schüler mit Bussen kommen. Zum Tag der offenen Tür kam vielfach die ganze Familie mit, und auch ehemalige und künftige Schüler waren dabei.

Elbe-Parey/Jerichow. Der große Autopark verwundert nicht, wenn man das große Einzugsgebiet der Sekundarschule "An der Elbe" in Parey kennt: Nicht nur aus allen Ortsteilen der Gemeinde Elbe-Parey, sondern auch aus Jerichow und den umliegenden Orten kommen Schüler hierher. Viele von ihnen haben auch aktiv mitgewirkt bei der Gestaltung des Tags der offenen Tür - ob bei den verschienden Angeboten in den Klassenräume, in den Arbeitsgemeinschaften beziehungsweise Schülerfirmen oder beim Programm in der Aula.

Schulleiterin Anita Krüger ist sehr zufrieden. Laut Gästebuch waren mindestens 150 Besucher da, mehr als im vergangenen Jahr, und dazu viele Akteure, zu denen auch das Pareyer Schalmeienorchester wieder gehörte. Nicht nur das Gästebuch erwartete die besucher gleich beim Empfang, sondern erneut auch ein Quiz. Und ein Schild, das darauf verweist, dass die Bauarbeiten im Schulhaus noch nicht ganz abgeschlossen sind. Vor allem in den Fluren und Treppenhäusern haben die Maler noch tüchtig zu tun.

Viel mehr interessiert hat die Gäste aber das, was es an Neuem schon zu sehen gibt: das neue Bio-Kabinett zum Beispiel und vor allem die interaktiven Schultafeln. "Die waren der Renner", weiß Anita Krüger. Eltern, in deren Schulzeit an so etwas nicht mal zu denken war, sind sehr neugierig auf diese moderen Technik gewesen.

Aber nicht nur das ganz Neue, sondern auch das Alte fasziniert immer wieder: Das Traditionszimmer, wo es unter anderem jede Menge Fotos anzuschauen gibt, sei für ehemalige Schüler das Schönste, sagt Anita Krüger.

Projekte werden den Besuchern vorgestellt

Den Besuchern vorgestellt wurden auch verschiedene Projekte, die in der Schule laufen. Schulsozialarbeiterin Aileen Gruß und Beratungslehrerin Sabine Conrad demon- strierten unter anderem die Schulobstversorgung, die schon seit einiger Zeit angeboten wird. Und Berufseinstiegsbegleiterin Doris Kirsch gab erläuterungen zum Modellprojekt der Agentur für Arbeit und der Deutschen Angestellten Akademie, das seit Februar 2009 läuft. "Die Zielstellung ist, Hauptschüler in eine betriebliche Ausbildung zu bekommen", sagte sie. Die freiwillige und kostenlose Betreuung beziehungsweise Begleitung werde Schülern der Schulabgangsklassen angeboten. Gemeinsam werde ermittelt, welche Fähigkeiten und Interessen sie haben, welche Ausbildung in Frage kommt, und was sie eventuell noch gezielt dafür tun müssen. Gut sei, dass die Schüler noch einige Zeit weiter begleitet werden, wenn sie bereits an der Berufsschule sind. Dieses Angebot werde gut angenommen, berichtete Doris Kirsch, und es gebe durchaus schon Erfolge.

Die Verpflegung der Besucher ließ auch diesmal nichts zu wünschen übrig: Um die Kaffeestube hatte sich der Schulelternrat ganz allein gekümmert, bedankt sich Anita Krüger. Das Kuchenbüfett fand großen Zuspruch.

"Durstkiller" erfreuen sich großer Nachfrage

Ebenso hatten auch die Mitglieder der Schülerfirma "Durstkiller" tüchtig zu tun. Die leckeren alkoholfreien Cocktails, die hier gemixt werden, wollten auch viele Besucher gern einmal probieren. Aber auch sonst ist die Nachfrage super, freut sich Lehrerin Ute Ruffer. Gearbeitet werde dienstags, mittwochs und donnerstags im so genannten Mittagsband, das 40 Minuten dauert, und in den Pausen.

Neun Mitglieder haben die "Durstkiller" derzeit, und an Nachwuchs mangele es nicht. "Jobs" in dieser Schülerfirma seien recht begehrt, so dass durchaus sortiert werde, wer sich eignet und wer nicht. Jeder Bewerber müsse zunächst eine Probezeit absolvieren. Das Angebot wechsele immer wieder. Neue Drinks und Cocktails werden zunächste von den "Durstkillern" getestet, und nur, was für gut befunden wird, kommt auch auf die Karte. Heiße und kalte Getränke sind im Angebot, wobei das jahreszeitenabhängig ist.

Das zweite Jahr gibt es die Schülerfirma "Durstkiller" jetzt. Sie startete, als die Sekundarschule Parey Ganztagsschule wurde. Und auch damit klappt es sehr gut, betont Anita Krüger. Die vielfältigen zusätzlichen Angebote, zu denen auch hausaufgabenbetreuung gehört, werden gut genutzt.

   

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