Um das Genthiner Krankenhaus ranken sich gegenwärtig mal wieder Gerüchte. Die Intensivmedizin stehe zur Disposition, wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Mitnichten, das ergab die Volksstimme-Recherche.

Genthin. An jedem Gerücht soll bekannterweise ein Fünkchen Wahrheit dran sein. Und auch diesmal täuscht sich der Volksmund nicht.

Um es vorweg zu nehmen: An der intensivmedizinischen Abteilung des Genthiner Krankenhauses wird es auch künftig kein Rütteln geben. Daran ließ Dr. Martin Windmann, Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal, auf Volksstimme-Anfrage keinerlei Zweifel aufkommen.

Korrekt sei allerdings, dass der Bereich Intensivmedizin, der gegenwärtig im internistischen Bettenhaus untergebracht ist, in das chirurgische Bettenhaus umgelagert werden soll.

Dr. Martin Windmann, seit 1. Januar als Geschäftsführer im Amt: "Bereits bei meinen ersten Besuchen in Genthin ist mir die Hin- und Herfahrerei der Patienten über den Hof aufgefallen. Das sollte sich ändern."

Termin ist der 1. April

Einen entsprechenden Beschluss, der in der vergangenen Woche herbeigeführt worden sein soll, gebe es - entgegen allen Spekulationen - nicht, betonte Dr. Martin Windmann. Zurzeit prüfe das Krankenhaus noch eine Umlagerung. Hieß es im Buschfunk, dass für die Intensivmedizin zum 1. April Schluss sei, stellt der Geschäftsführer nun klar, dass dieser Tag als Termin für den Umzug avisiert sei. Doch Dr. Windmüller übt sich noch in Zurückhaltung: "Der 1. April als Umzugsdatum ist gegenwärtig noch ein Wunsch. Mehr nicht."

Das Genthiner Krankenhaus besitzt derzeit eine Bettenkapazität von insgesamt 113 Plätzen.

Der Bereich Innere Medizin (Gastroenterologie, Kardiologie) mit der Spezialisierung Diabetologie hält auf den zwei Stationen insgesamt 63 Betten vor.

Die Allgemein- und Unfallchirurgie ist auf zwei Stationen mit 40 Betten ausgestattet. In der Orthopädie gibt es fünf Betten, in der HNO-Belegabteilung fünf.

Zum Bereich der Anästhesie- und Intensivmedizin gehören vier interdisziplinäre Intensivbetten.

Das Genthiner Krankenhaus ist ausgestattet mit einer Radiologie (mit CT), einem Notfalllabor und mit der Physikalischen Therapie.

Eröffnet wurde das Krankenhaus im Jahr 1868, seinerzeit mit 30 Betten.

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