Büden. Hans-Jürgen Zentgraf, Mitglied im Ortschaftsrat der Ortschaft Büden, will die Problematik um die Kiesgrube seines Ortes nicht in Vergessenheit geraten lassen. Er erinnert immer wieder an die einst angedachte Rekultivierung und auch an die bei Probebohrungen festgestellten Verunreinigungen im Erdreich rund um das Areal. Still ist es um die Angelegenheit geworden - zu still für Hans-Jürgen Zentgraf. Er fordert neue Informationen zum aktuellen Sachstand.

"Mit Übergabe der Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft Stendal hat sich leider ein dicker und für mich undurchdringlicher Mantel des Schweigens über die Problematik der ¿illegalen Verfüllung\' der Kiesgrube Büden gelegt", schreibt der Ortsschaftsrat in einer E-Mail an das Landesverwaltungsamt, diverse Landesministerien und regionale Medienvertreter.

"Sehr abgespeckte Maßnahmen"

Nach der Stillegung der Büdener Kiesgrube war von Bürgern im Ort ein Rekultivierungsplan gefordert worden, der nach Ansicht von Hans-Jürgen Zentgraf bisher nicht bekannt gemacht, geschweige denn umgesetzt worden ist. Vielmehr kam es zu einer kurzzeitigen Wiederbelebung der Kiesgrube, nachdem Material für den Bau der Ortsumgehung Gommern/Dannigkow benötigt wurde.

Seit 2003 kämpft der Büdener für eine naturnahe Gestaltung der ehemaligen Abbaufläche am Ortsrand. "Eigentlich wollte ich nur wissen, welche Rekultivierungsmaßnahmen nach Abschluss der Auskiesung vorgesehen waren", erinnert sich Hans-Jürgen Zentgraf zurück. "Dass dabei eine ungenehmigte Verfüllung aufgedeckt wurde war ein Zufall."

Die nicht erfolgte Abdeckung der freigewordene Fläche mit humosem Erdmaterial und die "sehr abgespeckten" Rekultivierungsmaßnahmen schaffen dem Büdener Ortsratsmitglied zufolge "keine Grundlage für ein hochwertiges Biotop".

Er sei durchaus nicht dafür, wenn von der illegalen Verfüllung keine Gefahr ausgeht, diese beräumen zu lassen. "Jedoch sollten die Verantwortlichen schon dazu herangezogen werden auf dem gesamten Areal der ehemaligen Kiesgrube dann zumindest ein tatsächlich hochwertiges Biotop entstehen zu lassen", heißt es in dem Forderungskatalog des Büdeners.