Gleich auf zwei Jahre wurde diesmal Rückblick gehalten bei der Jahreshauptversammlung des Maschinenrings Elb-Havel-Winkel und der EHW-Service GmbH. In jedem Falle konnte eine Umsatzsteigerung ver-zeichnet werden, besonders markant bei der Service GmbH. Veränderungen gibt es im Vorstand: Jens Köpke ist anstelle von Joachim Hohenstein neu dabei.

Jerichow. Bei den Maschinenringen habe sich in den vergangenen zwei Jahren viel getan, berichtete Geschäftsführer Christoph Albrecht. Zwischen allen sechs in Sachen-Anhalt gebe es eine gute Zusammenarbeit, in Thüringen und Sachsen allerdings teilweise erhebliche Probleme. Während einer überregionalen Veranstaltung habe es zum Beispiel wegen der Themen landwirtschaftliche Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft Auseinander- setzungen gegeben.

Der Maschinenring Elb-Havel-Winkel habe derzeit 135 Mitglieder - fünf weniger als 2008 aufgrund von Betriebsauflösungen oder -zusammenlegungen sowie altersbedingt.

Ein Projekt des Maschinenrings, an dem lange gearbeitet wurde, ist jetzt aufgegeben worden: Der Bau einer Biogasanlage in Jerichow. Hauptgrund dafür seien große Probleme mit E.on-Avacon, erklärte Christoph Albrecht. Es konnte keine Einigung erzielt werden, die für die Mitglieder des Maschinenrings akzeptabel wäre. Deshalb sei die Auflösung der Geschellschaft, die für das Projekt gegründet worden war, beschlossen worden. Die Liquidation laufe.

Zu den Vorhaben für die nächste Zukunft kündigte Al-brecht an, dass Maschinenring und Service GmbH sich standortmäßig neu orientieren müssen. Die Garagen in Fischbeck zum Unterstellen der eigenen Technik können aus Seuchenschutzgründen nicht mehr genutzt werden. Wenn für diese eine neue Unterstellmöglichkeit gefunden ist, werde auch das Büro mit umziehen, denn eine Trennung von Technik und Büro wäre ungünstig. Auf jeden Fall solle der neue Sitz nicht weit weg von Fischbeck sein, also weiterhin zentral gelegen für das Gebiet Jerichower Land, Stendal/Havelberg und Teilen Brandenburgs.

Jens Köpke neu in den Vorstand gewählt

Mit Blick aufs nächste Jahr erinnerte Christoph Albrecht daran, dass das 20. Jubiläum des Maschinenrings vor der Tür steht. Etliche Mitglieder seien von Anfang an dabei, und auch drei Mitglieder des Vorstands zählen dazu. Für Hubertus Busse, Joachim Hohenstein und Achim Vogler war nun die Wahlperiode wieder einmal abgelaufen. Hohenstein stellte sich altersbedingt nicht noch einmal, die beiden anderen wurden wieder gewählt.

Jens Köpke hatte sich bereiterklärt, künftig im Vorstand mitzuarbeiten und erhielt auch das Votum der Mitglieder. Er kommt aus dem nördlichen Bereich des Maschinenrings, wurde 1970 in Havelberg geboren und hat seit 1991 mit einem Partner und seinen Eltern einen Betrieb in Garz. Seit 1992 betreibt er zusätzlich ein Lohnunternehmen und seit 2005 eine Biogasanlage.

Konstituiert hat sich der neue Vorstand noch nicht, das solle erst in einer Sitzung in etwa zwei Wochen erfolgen, sagte Christoph Albrecht.

Im anschließenden Zweijahresbericht über die Service GmbH nannte Christoph Al-brecht einige markante Entwicklungen.

Enormer Anstieg bei Zahl der Bodenproben

Einen enormen Aufwärts-trend gebe es bei den Bodenproben: Waren es im Gründungsjahr der GmbH noch knapp 2000, sind 2009 bereits über 13 000 zusammengekommen. 2010 waren es etwas weniger, weil wegen der zeitweise extremen Nässe etwa 2300 beauftragte Proben bis Jahresende nicht mehr abgearbeitet werden konnten. Wegen des stetigen Anstiegs der Probenzahlen sei für die beiden Maschinen die Leistungsgrenze nahezu erreicht.

Gute Einnahmen erziele die GmbH auch durch Dienstleistungen für die Biogasanlage Rathenow, wo Transporte, Ernte und Logistik fast komplett übernommen wurden.

Ein Hallenprojekt wurde im vorigen Jahr in Jerchel umgesetzt: Eine Reithalle der Größe 22 Meter mal 40 Meter wurde errichtet.

Seit vier Jahren übernimmt die EHW GmbH das Vermahlen und Silieren von Feuchtmais für einen Schweinemastbetrieb - auch ein nicht unerheblicher Auftrag. Zurückgegangen seien dagegen die Aufträge bei der Deichsanierung, weil hier bereits vieles fertig gestellt ist.

Einbringen möchte sich die EHW GmbH ebenfalls bei den Vorbereitungen auf die BUGA 2015 in der Havelregion. Und auch die Mitwirkung an einem weiteren Biogasanlagen-Projekt stünde in Aussicht.

ALFF: "Mitarbeiten bei Vernässungskonzept"

Ein Mitarbeiter des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark informierte die Landwirte anschließend über das aktuelle Konzept zum Umgang mit hohen Grundwasserständen und Vernässungen in Sachsen-Anhalt. Landwirte und auch Privatpersonen, die mit Vernässungen Probleme haben, seien aufgerufen, hierbei mitzuwirken. Es seien zu diesem Zweck Erfassungsbögen vorbereitet worden, die auch im Internet auf den Seiten des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt abrufbar sind.

Möglichst bis 15. März sollten die Bögen ausgefüllt abgegeben werden.

Bilder