Genthin (khu). In den Jahren 2013 und 2014 soll in der Bibliothek der Kanalstadt viel passieren: Immerhin jährt sich 2013 der Geburtstag Edlef Köppens zum 120. Mal. Im Folgejahr ist der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 100 Jahre her. "Wir würden gerne das politische Ereignis mit dem Einzelschicksal Köppens verbinden", sagt Bibliotheksleiterin Gabriele Herrmann. Edlef Köppen hat seine Kriegserfahrungen in dem Buch "Heeresbericht" festgehalten.

Dazu möchte sie junge Genthiner gewinnen, die ein spezielles Thema in dieser großen Spannbreite recherchieren und ab 2013 präsentieren. "Wer Interesse an Geschichte hat, ist bei uns goldrichtig", sagt sie. "Die Bibliothek verfügt über einen großen Materialfundus mit Quellen über Edlef Köppen." Darunter sind Briefe und Fotos von ihm, aber auch Sekundärquellen anderer Autoren, die sich mit Köppen beschäftigen.

Den Grundstein für ihr Langzeitprojekt wollte Gabriele Herrmann am Dienstag legen. Kinder und Jugendliche waren zur Diskussion über Edlef Köppen eingeladen. "Wir haben uns ganz bewusst für eine vollkommen freiwillige Veranstaltung entschieden." Als Verstärkung war Johanna von Weiss gekommen. Sie ist Mitglied im Edlef-Köppen-Freundeskreis und war "gespannt, wie junge Leute sich der Thematik nähern". Die blieben aber aus und so konnte nicht über Köppen diskutiert werden. Trotz dieses Misserfolgs blickt Gabriele Herrmann zuversichtlich in die Zukunft. Hinsichtlich der Präsentation der Projekte ist die Bibliothek offen. "Einen Film drehen oder die Thematik online veranschaulichen - da wollen wir nicht Ideengeber sein. Die technischen Mittel stellt die Bibliothek", so Herrmann.

Das Edlef-Köppen-Projektjahr kann so den Lebenslauf bereichern. "Wo sonst kann man so wertvolle Erfahrungen über die Planung und Durchführung eines Projektes sammeln?", fragt Gabriele Herrmann. Eine Zusammenarbeit mit den Genthiner Schulen und der Universität Magdeburg ist geplant.