Genthin (re). Zur nach wie vor bestehenden "Grundwasserproblematik" hatte sich der Bauausschuss des Genthiner Stadtrates am Montag Lothar Koch, den Geschäftsführer des Gewässer-Unterhaltungsverbandes Stremme/Fiener Bruch, eingeladen. Koch führte aus, dass es entlang der 350 Kilometer Gräben im Territorium der Einheitsgemeinde Stadt Genthin, für die der Verband zuständig ist, "zwölf grobe Fälle" gegeben habe, bei denen der Verband wegen der großen Niederschlagsmengen bzw. des hohen Grundwasserstandes der vergangenen Monate bereits tätig geworden ist oder noch tätig wird. Darunter auch ein Graben in Gladau, auf den Stadtratsmitglied Klaus Voth aufmerksam machte, und der schon zweimal einen TAV-Schaltkasten unter Wasser gesetzt habe. Dieser Graben müsse dem Verband aber erst einmal übertragen werden, so Koch, der betonte, dass bis 15. Dezember alle Verbandsgewässer wie immer ordnungsgemäß unterhalten wurden. "Nichts zu machen" sei, so Koch weiter, am Genthiner Museumsgraben, der von Ausschussmitgliedern als Schwachstelle angeführt worden war. Zum Grundwasser in vielen Kellern der Region sagte Koch, dass man mit manchen Naturereignissen eben leben müsse. "Es werden auch wieder Jahre kommen, in denen wir das Wasser in Genthin suchen", so Koch.