Jerichow. Gerade noch rechtzeitig vor Ankunft der Störche aus den Winterquartieren im warmen Süden sorgt Storchen-Pate Mario Firla für eine weitere Wohnung in luftiger Höhe: Direkt vor dem neuen Jerichower Kindergarten hat er am Mittwoch eine von vier neuen Horstunterlagen, die er in den vergangenen Wochen gebaut hat, auf einem alten Freileitungs-Mast installiert.

Jerichows Ortsbürgermeister Andreas Dertz hatte mit E.on/ Avacon vereinbart, dass einer der Masten extra dafür stehen bleibt. Bereits im vorigen Jahr waren hier in der Kirchhofstraße Erdkabel verlegt worden, doch die Freileitungen kamen erst vor etwa drei Wochen herunter. Stadtarbeiter Ralf Braunschweig, der unmittelbar daneben seine Werkstatt und Garage hat, passte auf, dass der Storchen-Mast auch ja nicht mit weggerissen wurde.

Ganz schnell musste es nun gehen, um die Storchenwohnung rechtzeitig vorzubereiten. Das funktionierte dank der Unterstützung von Mirko Murschitzke, der unentgeltlich seinen Hubsteiger zur Verfügung stellte.

Jerichow hatte mal bis zu vier Storchenhorste. Drei - beim Kloster und der Domäne - waren voriges Jahr besetzt. Der auf dem alten Feuerwehrschlauchturm wurde wegen Baufälligkeit des Turms vor wenigen Jahren weggerissen. "Das ist ja nicht so weit weg für \'nen Storch", meinte Carsten Schröder, der auch mit anpackte, zum neuen Standort. Tatsächlich: Die "Luftlinie" gerechnet ist es fast nebenan.

Einige Kindergarten- und Hortkinder verfolgten gespannt den Aufbau der Horstunterlage. Die Kinder freuen sich schon auf ihre neuen Nachbarn und sind gespannt, ob bereits in diesem Jahr eine Storchenfamilie einziehen wird.

Ach ja, und die Sache mit dem "Kindersegen", den Adebar bescheren soll, hat der Ortsbürgermeister Andreas Dertz bei diesem Storchennest durchaus im Auge gehabt.