Fienerode. In einer Gemeinschaftsaktion der Ortschaft, des Landkreises und einiger Sponsoren wurde gestern in Fienerode ein neues Storchennest aufgestellt. Es ersetzt das alte Nest auf dem Schornstein eines Privatgrundstückes, das herabzustürzen drohte.

Schon dieses alte Nest, mit einem Wagenrad als Unterlage, war vor etwa 30 Jahren unter der Regie von Ludgar Schattmann auf den Schornstein gesetzt worden. Nun organisierte der Ortsbürgermeister auch den Aufbau des neuen Horstes und fand dabei vielfältige Unterstützung. Den Betonmast transportierte Hans-Henning Ewert an, einen Bagger stellte Carsten Hintze zur Verfügung. Auch zwei Kubikmeter Beton für das Fundament wurden von einer Genthiner Beton-Firma gesponsert.

Nachdem gestern die verzinkte Horstunterlage, bezahlt vom Landkreis, auf dem Betonmast befestigt war, bereiteten Ludgar Schattmann und Mario Firla, im Jerichower Land der Kreisweißstorchbeauftragte, den Fieneröder Adebaren, die Jahr für Jahr im Dorf Quartier nehmen und meist auch Nachwuchs groß ziehen, ein "gemütliches Heim" - mit Weidenruten und Kuhdung als Grundausstattung. Anschließend wurde der Mast aufgerichtet und ausgerichtet. Zum Schluss der Aktion wurde noch als alte Storchennest vom nahen Schornstein entfernt, damit Adebar seine "Neubauwohnung" auch bezieht.

Wie Thomas Bich von der Unteren Naturschutzbehörde der Volksstimme sagte, werden dieser Tage in vielen Orten der Region neue Storchenhorste aufgestellt oder alte hergerichtet, außer in Fienerode unter anderem in Jerichow, Güsen, Brettin, Kleinmangelsdorf und Kleinwusterwitz. Ab Mitte März werden die Störche in der Region Genthin erwartet. "Zwei Störche wurden im Fiener bei Paplitz bereits gesichtet", so Thomas Bich.

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