Die Wünsche der Magdeburgerforther sind in Erfüllung gegangen. Die Flämingkönigin 2011 heißt Simone Ebeling und kommt aus dem Gastgeberort des 15. Fläming-Frühlingsfestes. Sie war die einzige Kandidatin.

Magdeburgerforth. Die amtierende Flämingkönigin Ines Gärtner gratulierte Simone Ebeling als Erste und wünschte ihr viel Glück für ihre einjährige Amtszeit. Die 18-köpfige Jury hatte nach mündlicher und schriftlicher Prüfung den Weg für die neue Flämingkönigin frei gemacht.

Die gebürtige Magdeburgerfortherin ist 39 Jahre alt. Sie ist gelernte Restaurantkauffrau und hat zwei Söhne. "Sie haben mich ermuntert, mich für dieses Amt zu bewerben." Da sie in ihrem Berufsalltag ständig mit Leuten zu tun hat und dort mit ihnen ins Gespräch kommt, sah sie gute Voraussetzungen für das Ehrenamt. Die Aufregung merkte man ihr bei den Prüfungsaufgaben nicht an. Nach dem Urteil der Jury war die Erleichterung dann riesengroß. "Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen. Es war ein aufregender Tag. Ich bin überwältigt von dem, was heute hier geschehen ist", brachte die neue Flämingkönigin ihre Freude zum Ausdruck. Und Ortsbürgermeister Frank Opitz meinte spontan: " Ich bin glücklich, dass die neue Flämingkönigin eine Magdeburgerfortherin ist. Ich hoffe, dass sie unseren Ort würdig im Land vertreten wird. Einplanen kann sie schon mal den 25. Juni. Dann ist sie bei unserem 20. Lindenfest unser Gast."

Die Enttäuschung der Anwesenden, unter ihnen auch Magdeburgerforther und Drewitzer, war schon zu spüren, als statt der drei erwarteten Kandidatinnen nur eine sich der Wahl stellte. Die anderen beiden hatten kurzfristig noch einen "Rückzieher" gemacht.

Die amtierende Flämingkönigin Ines Gärtner ließ mit einem Bildervortrag noch einmal ihre Amtsperiode Revue passieren. Sie sei schon ein wenig traurig, dass das nun alles zu Ende gehe, machte sie deutlich. "Es war eine wunderschöne Zeit", so Ines Gärtner. Und ihr Terminkalender ist noch längst nicht abgearbeitet. Natürlich werde sie am 8. Mai mit in Magdeburgerforth sein. Aber bis in den September hinein habe sie noch Verpflichtungen nachzukommen.

Ines Gärtner verkündete, dass der "Bund der Königinnen" gegründet ist. "Dieser soll in Zukunft die neuen Königinnen unterstützen und als Wegbegleiter fungieren." Die Satzungen wurden den anwesenden Königinnen übergeben. Der "Bund der Königinnen" soll in den Mitteldeutschen Trachtenverein eingegliedert werden. Dieser wird am 3. April in Jessen gegründet.

Uwe Hippe (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) nutzte die Gelegenheit, um sich schon jetzt bei Ines Gärtner für ihre geleistete Arbeit zu bedanken. Sie habe ihre ehrenamtliche Tätigkeit mit viel Engagement und der Unterstützung der Familie und ihres Arbeitgebers ausgeübt.

Die Flämingkönigin von 2001, Silvia Nöbel aus Leitzkau, verkündete stolz, dass sie auch nach zehn Jahren noch in ihre Tracht passe. Und der Fläming ist mittlerweile schon sehr bekannt. "Der Fläming ist kein weißer Fleck mehr. Er hat schon etwas zu bieten", so Silvia Nöbel.

Interesse schon groß

Für den Landrat des Jerichower Landes, Lothar Finzelberg, war die Wahl der Flämingkönigin ein erster Höhepunkt des Fläming-Frühlingsfestes. "Nun kann es gemäß dem Motto des Festes mit Volldampf in den Frühling gehen." Das Interesse an der Wahlveranstaltung zeige, dass das Fläming-Frühlingsfest schon erwartet wird, so Lothar Finzelberg.

Möckerns Bürgermeister Frank von Holly hieß alle Gäste "herzlich willkommen in Möckern". Möckern ist das Sinnbild des Flämings, ließ er wissen. Der kleine Ort Magdeburgerforth werde ein würdiger Gastgeber am 8. Mai sein. Die Gäste waren schon jetzt voll des Lobes ob der landschaftlichen Lage des kleinen Ortes. Zum Abschluss der Veranstaltung lud Frank von Holly zu einem Rundgang ein.

Die Sparkasse Jerichower Land wird die Flämingtracht für die neue Flämingkönigin Simone Ebeling sponsern. Die Krönung erfolgt am 8. Mai anlässlich des 15. Fläming-Frühlingsfestes in Magdeburgerforth.

 

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