Zwischen Dach und Turm tropft es in der Jerichower Stadtkirche. Kirchenbaureferent Marco Schönhof kam bei seinem Rundgang zu dem Schluss: "Hier muss etwas gemacht werden."

Von Kristin Schulze

Jerichow. Marco Schönhof besuchte am Donnerstag die Jerichower Stadtkirche. Der Kirchenbaureferent wollte sich ein Bild vom "Dachschaden" des Gebäudes machen. "Es gibt eine undichte Stelle zwischen Turm und Dach", erklärte Pfarrer Christof Enders. "Das ist natürlich problematisch", ergänzte der Kirchenrat der Gemeinde Horst Mittendorf. "Luft macht dem Holz nichts aus, aber bei Wasser wird es kritisch." Und da liegt das Problem: Es tropft durch die undichte Stelle, so der Pfarrer. Marco Schönhof resümierte nach seinem Rundgang: "Hier muss definitiv etwas gemacht werden." Am Deckenbalken sei durch das Wasser bereits Stockfäule festzustellen.

Pfarrer Enders sieht zwei Möglichkeiten: "Entweder wir nehmen jetzt eine Notsicherung vor und reparieren die Stellen im nächsten Jahr richtig oder wir machen es gleich vernünftig."

Die erste Möglichkeit bringe den Nachteil, dass zweimal investiert werden müsste. Für eine komplette Sanierung sei aber momentan kein Geld da, informiert Enders. "Nachdem der Kirchenbaureferent sich nun ein umfassendes Bild gemacht hat, werden wir gemeinsam an einem Sanierungskonzept arbeiten."

Christof Enders, Marco Schönhof und Horst Mittendorf sind sich einig: "Die Stadtkirche ist ein tolles Objekt." Enders: "Sie ist zwar nicht so attraktiv wie die Klosterkirche, aber man kann die Bauweise der Romanik sehr schön sehen."