Brettin. Statt Grammatik und Goethe und Schiller steht für die Schüler der achten Klassen der Sekundarschule Brettin in diesen Tagen "Zeitungsmachen" auf dem Stundenplan. "Wir bekommen jeden Tag eine Volksstimme in unsere Schule. Jeder Achtklässler erhält dann eine und die Lektüre des Blattes kann losgehen", erzählt Swen Butze. Er unterrichtet Deutsch in der Klasse 8a.

Gestern besuchte eine Volksstimme-Volontärin die achten Klassen und versuchte die Fragen der Schüler zum Beruf eines Redakteurs und zum Journalismus allgemein zu beantworten. Die Achtklässler waren gut vorbereitet und wussten schon einiges über die Zeitung. Fragen hatten sie trotzdem einige. "Hat man Möglichkeiten, sich vom Lokalen hochzuarbeiten und irgendwann über die ganze Welt zu berichten?", wollte ein Schüler wissen. "Hocharbeiten ist vielleicht das falsche Wort", erfuhr der Schüler. Der lokale Teil ist nämlich das, was die Volksstimme von überregionalen Medien unterscheidet und ein sehr wichtiger Bestandteil. Alles, was unmittelbar vor der Haustür passiert, die Probleme und Sorgen der Leser in Genthin und Umgebung, finden sich gesammelt im Lokalteil der Genthiner Volksstimme.

Bei der Gelegenheit erfuhren die Schüler auch gleich, dass ein Volontariat die zweijährige Ausbildung zum Redakteur ist. Einige Schüler sagten: "Wir lesen gerne den Genthiner Rundblick, hier erfährt man, was vor der eigenen Haustür passiert.

Schüler schreiben selbst Artikel

Wie die Volksstimme aufgebaut ist und das im so genannten Mantelteil die überregionalen Themen behandelt werden, wussten die Schüler schon aus dem Unterricht.

Für sie beginnt jetzt die "heiße Phase" des Projektes "Schüler machen Zeitung".

"Wir müssen nun eigene Artikel schreiben, die besten werden sogar ausgezeichnet", erzählt Anja Gesch aus der Klasse 8b.

"Welche Textformen die Jungen und Mädchen für ihre Geschichten wählen, ist völlig ihnen überlassen", ergänzt Lehrerin Kerstin Maeße. "Vorbereitend haben wir die Text- sorten durchgenommen. Die Schüler wissen nun, wie ein Bericht, eine Nachricht oder ein Kommentar aufgebaut sein sollen."

Anja Gesch überlegt eine Umfrage zu machen und holte sich ein paar Tipps, wie man das am besten umsetzen kann. Besonders interessant war für die Achtklässler die Wirkung von Bildern in der Zeitung.

Einige Schüler lesen auch regelmäßig die Jugendseite der Volksstimme und wollten wissen, ob sie auch als Autoren auf dieser Seite in Erscheinung treten können. Die Antwort: Aber ja! Ideen für Artikel, Beiträge, Bilder und Ähnliches nimmt Redakteur Falk Heidel aus Burg, der sich um die Jugendseite kümmert, per E-Mail unter falk.heidel@volksstimme.de entgegen. Hier gibt es dann auch eine Rückmeldung sowie Tipps und Anregungen.

 

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