Mehr als ein Jahr ist es her, seit das große Modell eines natur-nahen Waldspielplatzes für die neue Güsener Kita vorgestellt wurde. Das Modell steht nun in der Kita, während draußen bisher noch nicht viel davon zu sehen war, wie es einmal werden soll. Das soll sich nun Schritt für Schritt ändern.

Güsen. In Zeiten eng bemessener Haushaltskassen ist es nicht leicht, ein solch anspruchsvolles Projekt umzusetzen, weiß Uta Biedermann, Leiterin der Johanniter-Kita Am Eulenwäldchen. Um so mehr freut sie sich, dass die Kita hierfür so viel Unterstützung bekommt. So konnte gestern schon tüchtig gebaggert werden, und heute gibt es noch einen Grüßeinsatz mit Eltern.

Die erste Absprache für diese Aktionen fand am 7. März statt, berichtet Uta Biedermann. Mit dabei waren von der Kita sie selbst, Hausmeister Werner Doßmann und die Erzieherinnen Monika Maeße, Petra Grimm und Michaela Prause sowie mehrere, die ehrenamtlich ihre Hilfe angeboten hatten: Stefan Kleine und Steffen Jahn, beide Mitglied im Kuratorium, Andreas Barfuß, ebenfalls Vati eines Kita-Kindes, sowie Steffen Lieder und Gerolf Dernedde. Unter anderem wurde auf dem Spielplatz das künftige "Flussbett" aufgezeichnet, das mit Sand gefüllt werden soll. Die nötige Sandmenge wurde errechnet, und Absprachen für die erste Aktion wurden getroffen.

Diesen Donnerstag hat Gerolf Dernedde den Spielsand gebracht. Sand und Transport hat er gesponsert. Ebenso war gestern Torsten Kempf, der zwei Kinder in der Kita hat, mit zwei Mitarbeitern unentgeltlich im Einsatz, um das künftige Flussbett auszuheben und den Mutterboden erstmal beiseite zu räumen, um ihn später an anderer Stelle - für die Hügel vor allem - verwenden zu können.

Der Sand soll außerdem für zwei große Sandflächen vorm Kita-Gebäude verwendet werden, wo die Kindern dann auch an sonnig-heißen Tagen schattige Spiel- und Buddelplätze haben werden.

Das trockene Flussbett soll später durch Hügel an den Seiten und Brücken ergänzt werden. Beim Bau der Brücken und bei anderen Holzarbeiten werde Steffen Lieder wieder tüchtig mitwirken, freut sich Uta Biedermann. Seit er vor Jahren hier in Güsen zuständiger Revierförster war, ist diese Zusammenarbeit gewachsen und blieb bestehen, obwohl er die Arbeitsstelle gewechselt hat und - wie auch Gerolf Dernedde - kein Kind mehr in der Einrichtung hat.

Ohne so viele Helfer und Sponsoren würde die Umsetzung des Spielplatz-Projekts in weite Ferne rücken, weiß Uta Biedermann. Durch die Haushaltskonsolidierung sind der Gemeinde die Hände gebunden, und dazu kommt noch, dass es auch keine Unterstützung der Hausmeister in den Kindertagesstätten über Ein-Euro-Jobs mehr gibt, wie Bürgermeisterin Jutta Mannewitz am Donnerstag in der Sozialausschusssitzung sagte. Sie stellte die Situation klar da: Ein einziger Hausmeister ist nun für alle fünf Einrichtungen in Trägerschaft der Johanniter-Unfallhilfe zuständig. Deshalb wird Werner Doßmann nicht oft helfen können beim neuen Spielplatz.

Gestern hat Uta Biedermann noch kurzfristig etliche Eltern angerufen, um sie zu bitten, beim Einsatz heute mitzumachen. Um 8 Uhr soll es losgehen. Jede helfende Hand ist dabei willkommen.