Genthin. Im Mützeler Wahllokal war die Stimmung gestern Vormittag gut: "Wir sind gewappnet für den Wahlsonntag", sagte Wahlvorsteher Rüdiger Feuerherdt. Die Wahlbeteiligung sei allerdings noch mäßig, meinte Wahlhelferin Elke Lampert gegen Mittag. Kathrin und Torsten Schuldt aus Mützel gingen gleich nach dem Frühstück ins Wahllokal. "Das ist doch kein Aufwand", sagt die Mützelerin, die nach einer Knieoperation auf Krücken zum Wählen humpeln musste. "Es ist doch toll, dass ich mit bestimmen kann, wer in den Landtag einzieht. Das lasse ich mir nicht nehmen."

Birgit Vasen, Helferin im Wahllokal "Kita Käthe Kollwitz", hatte gegen Mittag das Gefühl, "dass deutlich mehr Wähler da waren als noch zur Landtagswahl 2006."

Diesen Eindruck konnte das Team im Rathaus nicht bestätigen. Vorsteherin Petra Koschnitzke: "Meiner Meinung nach ist die Beteiligung ähnlich mäßig wie beim vergangenen Mal. Das sieht auch die Nachmittagsschicht im Rathaus so. Petra und Henry Jakob, Roman Half und Kathrin Handtke waren sich einig: "Es ist weder mehr noch weniger los als 2006."

Mario Schottke aus Genthin kann nicht verstehen, dass so viele Leute von ihrem Recht zu wählen, keinen Gebrauch machen. "Es ist so schönes Wetter, nach meiner Stimmabgabe mache ich gleich einen Abstecher zur Eisdiele." Er wäre aber auch bei Regen wählen gegangen: "Demokratie ist nicht immer einfach, aber ich will mitbestimmen, welche Partei regiert. Außerdem ist wählen Bürgerpflicht."

Am Abend waren die Wahlvorstände in der Region Genthin mit der Wahlbeteiligung doch zufrieden. Diesmal gingen 49,2 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne, das sind 22 207 Leute.

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