Ferchland (sta). Das Steil-ufer der Elbe müsse das Aushängeschild für Ferchland bleiben, das es immer war, mahnte Ingo Tiesler in der Ortschaftsratssitzung am Montag. "Früher sind die Leute hergekommen, haben Picknick gemacht und die herrliche Aussicht genossen. Aber wenn jetzt das Laub kommt, wird man nur noch an wenigen Stellen etwas sehen", gab er zu bedenken. "Wir wollen ja keine Bäume fällen, aber einige Sträucher müssten eingekürzt wer- den." Sonst wäre das Steilufer, das wegen Grundstücksverkäufen an zwei Stellen ohnehin schon nicht mehr begehbar ist, bald keine Attraktion mehr.

Bürgermeisterin Jutta Mannewitz sieht hier das Hauptproblem nicht in der notwendigen Genehmigung des Rückschnitts durch die Naturschutzbehörde, sondern vielmehr im Mangel an Leuten bei der Gemeinde, sowohl auf dem Bauhof als auch bei Ein-Euro-Jobbern in grünen Bereich. "Mit 20 Leuten in sieben Orten kann man nicht mehr viel machen. Es wird künftig nur noch über die Vereine funktionieren", sagte sie deutlich. "Ich hoffe, dass wir bald wieder andere Konditionen bekommen, denn die Menschen sind da, sie wollen arbeiten."

Eine Lösung für den Steilhang wurde an diesem Abend nicht in Aussicht gestellt. Ingo Tiesler allerdings machte deutlich, dass er dranbleiben wird.