Fröhliches Schnattern dringt aus dem "Treffpunkt Güsen", dem neuen Domizil der Land-frauen neben dem Jugendklub. Beim Betreten des Raums wird klar, worum es geht: Es wird gefachsimpelt über die Zube-reitung verschiedenster Salate. Und dazu hat ja bekanntlich jede Hausfrau ihre eigenen Erfahrungen beizutragen.

Güsen. An vier Tischen verteilt sitzen die Frauen, über Plasteschüsseln gebeugt, Messer in der Hand. Auf den Tischen türmen sich die verschiedensten Obst- und Gemüsesorten, Kräuter und andere Zutaten. So manches ist dabei, das nicht alltäglich in den Küchen der Region zu finden ist - dafür hat Christine Haag gesorgt.

Sie ist schon lange für den Landfrauenverband als Botschafterin für gesunde Ernährung tätig. Häufig ist sie in Kindergärten und Schulen unterwegs und fand schließlich auch zur Güsener Landfrauengruppe. Klar, dass sie hier irgendwann angesprochen wurde, auch mal mit den "ge- standenen Hausfrauen" etwas in Sachen gesunde Ernährung zu tun, und man einigte sich auf die Zubereitung von Salaten. Denn hier ist die Vielfalt so groß, dass jeder noch etwas dazulernen kann.

Auch der Hinweis auf die Grundlagen der gesunden Ernährung ist immer wieder wichtig, findet Christine Haag, und begann mit Erläuterungen zur Ernährungspyramide, bevor es richtig zur Sache ging.

Salatrezepte hatte sie vier ganz verschiedene ausgesucht: Der erste war ein Salat aus Omas Zeiten mit Roter Bete, Sellerie, Möhren, sauren Gurken, Kräutern und Dressing aus Joghurt. Der zweite war schon ein wenig exotisch: Fenchelsalat mit Möhre, Zwiebel, Apfel und Süßkartoffel sowie einem Dressing aus Joghurt und Fenchelgrün. Nummer drei war eine interessante Mischung aus Süßem und Herzhaftem: Ein Mango-Chicoree-Salat mit Zwiebel, Apfel, ein paar Haferflocken und einem Dressing aus Apfelessig, Honig, Senf, Buttermilch, Schnittlauch, Salz und Pfeffer. Der aufwändigste Salat war Nummer vier mit enorm viel verschiedenen Zutaten: Ein fruchtiger Salat mit Karotten, Staudensellerie, roter Zwiebel, Grapefruit, Apfelsine und einem Dressing mit Orangensaft, das allein schon jede Menge Zutaten enthält.

Natürlich wurde hinterher gemeinsam geschlemmert, und dabei wurde überrascht festgestellt, zu welch tollem Geschmack sich doch eigentlich so Verschiedenes vereinen lässt. "Wir werden so etwas sicher öfter machen", ist Christine Haag überzeugt.

Nächster Höhepunkt ist das Osterwandern

In ihren neuen Räumen im "Treffpunkt Güsen" haben sich die Landfrauen gut eingelebt. Nur ein wenig größer könnten sie sein, finden Vorsitzende Elke Gütschow und die frühere Vorsitzende Eva Miegel. Denn wenn viele da sind, werde es ganz schön eng.

Die Nutzung der Räume sei sehr gut, in mancher Woche ist jeden Tag jemand anderes drin, berichten sie. Mittwochs findet der Englisch-Kurs der Volkshochschule hier statt, der Ortschaftsrat tagt hier, Leitungssitzungen des Kleingarten- vereins, Versammlungen der Schießleistungsgruppe Jerichower Land, der Handballer und anderer Gruppen und Vereine gibt es hier und auch Verkehrsteilnehmerschulungen.

Die Landfrauen treffen sich jeden Montag hier zu den verschiedensten Veranstaltungen, zum Kartenspielen und nun auch wieder häufig zu Radtouren, an denen aber nicht alle teilnehmen. Nächster Höhepunkt wird das Osterwandern sein. Treff dazu ist am Montag vor Ostern, 18. April, 14 Uhr, hier am Club. Wohin es geht, werde noch nicht verraten.

Am Feuerwehrfest Ende Mai wollen sich die Landfrauen mit Kaffee und Kuchen beteiligen. Eigentlich hatten sie auch etwas zusammen mit dem Jugendklub machen wollen, berichtet Elke Gütschow. Denn es gab eine gute Zusammenarbeit mit den "Nachbarn", solange sie dort als Betreuerin beschäftigt war. Damit ist es seit 1. März vorbei. Aus finanziellen Gründen sind auch die Öffnungszeiten des Klubs verkürzt und der Kontakt habe sehr nachgelassen.