Elbe-Parey. Erneut stand das Thema Feuerwehr auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Elbe-Parey, und das gleich mehrfach. Bürgermeisterin Jutta Mannewitz bestätigte jetzt den Eingang eines Schreibens einiger Feuerwehr-Kameraden, in welchem diese gegen die Missachtung des Wahlergebnisses für die Gemeindewehrleitung vom vergangenen Herbst protestieren und eine Unterschriftensammlung beigefügt haben. Per Eingangsstempel 17. März solle dies die Gemeinde erreicht haben, sagte sie und verlas das Schreiben. Dazu sagen wolle sie weiter nichts, erklärte sie, das ein Gerichtsverfahren anhängig sei. Zu Erinnerung: Michael Schwarz, der bei der Wahl im Herbst die meisten Stimmen als Gemeindewehrleiter erhalten hatte, fordert entsprechend der damals gültigen Satzung sein Recht ein.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils hatte dann die amtierende Gemeindewehrleitung das Wort: Dietmar Kohrt und Steve Flügge. Sie gaben einen bericht über die ersten Monate ihrer kommissarischen Amtszeit und über die Situation der Elbe-Pareyer Wehren ab. Mit einer Analyse der Mitgliederzahlen begann Kohrt: 403 Kameraden seien es insgesamt in den sieben Ortsfeuerwehren, davon 138 in den Einsatzgruppen, 20 Kinder, 69 Jugendliche, 77 in der Alters- und Ehrenabteilung, 99 Passive. Wahrscheinlich seien diese Zahlen aber noch nach unten zu korrigieren, räumte er ein und mahnte außerdem, dass die Zahl der Atemschutzgeräteträger absolut zu gering sei.

Die leistungsstärkste Feuerwehr in der Gemeinde sei zur Zeit die Hohenseedener. Die Zerbener sei dieser vom Ausbildungsstand her gleichzusetzen. In Güsen müssen unbedingt Atemschutzgeräteträger nach gezogen werden, auch in Parey, Bergzow und Ferchland sei das dringend erforderlich. In der Ortsfeuerwehr Derben/Neuderben gebe es immerhin neun, und der Ausbildungsstand sei hier sehr hoch. Auch Führungskräfte müssten teilweise noch dringend ausgebildet werden, fügte Kohrt an.

Anschließend schlüsselte er auf, welche Fahrzeuge in den einzelnen Ortsfeuerwehren zur Verfügung stehen, und Flügge ergänzte: "Die Technik ist gut und ausreichend. Alle Wehren haben mindestens ein Fahrzeug nach DIN und Europanorm." Das LF 16 in Zerben sei Bundeseigentum - hier komme auch der Bund für die Unterhaltung auf. Zur Verfügung stehen weiterhin drei hydraulische Rettungsgeräte, sagte Flügge und listete auch die weitere Ausrüstung auf. In allen Autos zusammen könnten rund 6 000 Liter Löschwasser transportiert werden. Das höre sich zwar viel an, sei es aber eigentlich nicht. Kohrt ging dann unter anderem noch auf die Löschwasserversorgung aus verschiedenen Quellen ein: Flachspiegelbrunnen, Unterflurhydranten, Zisternen. Offene Wasserstellen seien in fast jedem Ortsteil vorhanden. Einige Brunnen weisen Defizite auf, räumte er ein, und gab zu bedenken, dass Tiefbrunnen nicht immer die beste Lösung seien.

Bei Bürgermeisterin Jutta Mannewitz und Ratsvorsitzendem Egon Buchmann stieß dieser Bericht, der, wie sie betonten, einer gründlichen Vorbereitung bedurfte, auf positive Resonanz.